RP nimmt Erlaubnis teilweise zurück

Nordhessen-Rallye nur mit scharfen Auflagen

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Mit hohem Tempo unterwegs: Bei der Nordhessen-Rallye gehen am Samstag mehr als 70 Fahrer auf die Strecke. Unser Archivbild zeigt das Vorjahressieger-Team mit Reiner Keck am Steuer und Beifahrer Stefan Hab in ihrem Mitsubishi EVO9.

Lohfelden. Das Regierungspräsidium (RP) Kassel hat am Freitagnachmittag die Genehmigung der am Samstag, 3. August, stattfindenen 23. Nordhessen-Rallye für Teilbereiche der Gemarkung Lohfelden zurückgenommen. Wegen der Gefährdung von Trinkwasserschutzgebieten wurde Sofortvollzug angeordnet.

Vorausgegangen waren Proteste von Lohfeldener Landwirten und Bürgern, die sich an den Naturschutzbund und die Gemeinde gewendet hatten.

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Die Gemeinde, die im Vorfeld nur verkehrsrechtlich angehört wurde und der Veranstaltung zugestimmt hatte, legte am Freitagvormittag mit Hinweis auf den Trinkwasser- und Naturschutz Widerspruch beim RP ein. Auch die Kreisverwaltung forderte ein Verbot der ADAC-Rallye in den Trinkwasserschutzgebieten.

Die mehr als 70 Rallyefahrer aus der Region und der gesamten Bundesrepublik dürfen nun nicht mehr auf Wirtschaftswegen von Lohfelden über den neuen Vollmarshäuser Teich hoch zum Breiten Weg bis zur Einmündung der Landesstraße 3203 (Höhe der Zufahrt zur Hähnchenmästerei) fahren. In dem Gebiet liegen Trinkwasserschutzzonen und ein Naturschutzgebiet.

In weiteren Auflagen verpflichtet das RP den Kurhessischen Motorsportclub Kassel, alle Rallye-Fahrzeuge vorher auf Dichtigkeit zu überprüfen, eine Betankung sei nicht zulässig, heißt es in dem Bescheid vom Freitag.

Informationen: www.nordhessenrallye.de

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