Seit Freitag rollt der Verkehr durch die Unterführung – 3,5 Millionen-Projekt noch nicht abgeschlossen

Rasenallee: Freie Fahrt ohne Schranken

Freigegeben: Das neue Teilstück der Rasenallee in Heckershausen mit der Unterführung unter der Bahntrasse. Foto: Schräer

Ahnatal. Um 13.50 Uhr hält Roy Bayer auf der Rasenallee den Verkehr Richtung Wilhelmshöhe an. Der Mitarbeiter Firma für Verkehrssicherheit zieht die Schranke mit den roten Warnleuchten in Höhe der Einfahrt zum Sport- und Freizeitzentrum von der neuen Fahrbahn und blockiert die Spur der Behelfsumfahrung.

Anschließend rollen die ersten Wagen hinter seinem Klein-Lkw auf dem 370 Meter langen Teilstück unter der Bahntrasse hindurch. Wenige Minuten später ist auch die östliche Fahrbahn offiziell freigegeben.

Seit Freitagmittag rollt der Verkehr über die Landesstraße, ohne am geschlossenen Bahnübergang halten zu müssen. „Schön, dass die Unterführung endlich fertigt ist“, meint Ahnatals Bauamtsleiter Günter Schmidt.

Neben ein paar Schaulustigen ist Schmidt einer der wenigen Menschen, die die Freigabe miterleben. Denn Deutsche Bahn und Straßenbaubehörde Hessen Mobil als Bauherren planen das offizielle Projektende mit Festakt erst im Herbst.

Schließlich ist das 3,5 Millionen Euro teure Projekt nicht abgeschlossen. Die Bereiche neben der Fahrbahn müssen noch hergerichtet, Geh-, Rad- und Wirtschaftsweg über die Rasenallee gebaut werden. Diese werden parallel zu den Schienen über das Brückenbauwerk geführt. Und dann muss die Behelfsumfahrung rückgebaut, das Gelände renaturiert werden.

Im Sommer 2011 hatten die Arbeiten mit dem Bau der Behelfsumfahrung begonnen. Anschließend wurde die Erde für die neue Trasse ausgehoben, neben den Schienen das Brückenbauwerk für die Bahn errichtet. Dies wurde Ende November in seine vorgesehene Position geschoben.

„Wir haben alles, auch Dreck und Lärm, aus erster Hand mitbekommen. Das haben wir aber gerne in Kauf genommen“, sagt Anwohnerin Marianne Klöver. Auch Holger und Petra Weber, Betreiber des benachbarten Deltha Fitness Clubs, „warten auf den Startschuss“ der Verkehrsfreigabe. Und sie loben die am Bau beteiligten Firmen: „Die haben super gearbeitet. Wir hatten hier ein gutes Miteinander.“ Das sollte noch einige Monate bestehen bleiben.

Von Michael Schräer

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