Schilder in Weimar und Heckershausen rufen zu respektvollem Umgang auf

Für Rassismus soll kein Platz sein

Bei der Platzierung des Schildes: Christine Brodde (Gewerkschaftssekretärin IG Metall; von links), Wolfgang Blenkle (Jugendarbeit Ahnatal), Merlin Reinke (Ferienspielbetreuerin), Günter Malsch (Seniorenarbeitskreis der IG Metall Ahnatal) und Bürgermeister Michael Aufenanger mit seiner Tochter Charlotte. Foto: privat/nh

Ahnatal. Sie rufen zu einem respektvollen und vorurteilsfreien Umgang mit Menschen verschiedener Herkunft auf: Schilder mit dem Aufdruck „Respekt - kein Platz für Rassismus“ wurden jetzt in Ahnatal in der Sporthalle, im Rathaus und im Heckershäuser Dienstleistungszentrum angebracht.

Auch die Jugendarbeit der Gemeinde erhielt ein Schild mit entsprechendem Aufruf. Aufgehängt wurde es am Jugend- und Kulturzentrum Café Klatsch. „Wir wollen ein Stück dazu beitragen, den respektvollen Umgang zu unterstützen und diesen nicht aus den Augen zu verlieren“, sagte Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU), der bei der Übergabe dabei war.

In Ahnatal gebe es zwar keine konkreten Rassismusvorfälle, bestätigt Aufenanger, trotzdem sei es wichtig, das Thema vor allem im Bereich der Jugendarbeit in ständige Erinnerung zu rufen und in die tägliche Arbeit zu integrieren.

Die Idee Schilder mit dem Aufruf Respekt aufzuhängen, kam vom Seniorenarbeitskreis der IG Metall Ahnatal. Seit März 2011 unterstützt die Gewerkschaft die Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Diese wurde aufgrund von fremdenfeindlichen Zwischenfällen und rassistischen Äußerungen auf deutschen Fußballplätzen gegründet.

Die Kosten für die Schilder in Ahnatal übernahm die Verwaltungsstelle der IG Metall Nordhessen, die Gemeinde hängt diese auf.

Bei der Übergabe des Schildes für das Café Klatsch waren neben dem Bürgermeister auch Sozialpädagoge Wolfgang Blenkle, Günter Malsch vom Seniorenarbeitskreis IG Metall Ahnatal, Ferienspielbetreuerin Merlin Reinke und die Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Christine Brodde anwesend. Auch 30 jugendliche Ferienspielbetreuer waren vor Ort, die im Anschluss auf ein Seminar in die Söhre fuhren.

Dort spielte das Thema Respekt eine wichtige Rolle und wurde als ein zentraler Aspekt der Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde und der Ferienspiele einmal aufgegriffen. Weitere Schilder seien erst mal nicht geplant, sagt Bürgermeister Aufenanger. Das Thema Respekt werde aber auch in Zukunft in der Gemeinde gerade im Bereich der Jugendarbeit eine wichtige Rolle spielen.

Von Nina Thöne

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.