Sanierung des Verwaltungsgebäudes hat für die Stadt Vellmar Priorität – Neue Beleuchtung ist ein Thema

Vellmar: Modernisierung des Rathausplatzes in der Warteschleife

Blick auf den Vellmarer Rathausplatz: Von unten Mitte im Uhrzeigersinn sind zu sehen das Parkdeck mit Rathaus, die flache Einkaufspassage und die zwei Ärztehäuser. Dazwischen liegt der rot gepflasterte Rathausplatz. Ganz links die Brüder-Grimm-Straße. Foto: Brosche

Vellmar. Bald 40 Jahre ist er alt, der Vellmarer Rathausplatz in der Stadtmitte, die in den 70er-Jahren auf der grünen Wiese hochgezogen wurde. Eigentlich sollte der Platz zwischen Einkaufspassage, Rathaus und den Ärztehäusern im Zuge des Hessentages und der Rathaussanierung modernisiert werden. Doch daraus wurde nichts:

Der Hessentag wurde abgesagt, und das Finanzierungsmodell für das marode Rathaus per Bürgerentscheid gekippt.

Deswegen hängt der Rathausplatz erst einmal in der Warteschleife. „Wir haben die Umgestaltung des Platzes im Hinblick auf die Sanierung des Rathauses zurückgestellt“, bestätigte Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla (SPD). Denn es mache keinen Sinn, den Platz zu modernisieren, wenn danach das Verwaltungsgebäude und Teile des Platzes ein bis zwei Jahre zur Baustelle würden.

Platz mit Aussagekraft

Überhaupt sieht der Verwaltungschef zurzeit keinen drängenden Handlungsbedarf in Sachen Rathausplatz, nachdem auch der Masterplan, der die großzügige Umgestaltung des Areals mit Neubau des kompletten Einkaufszentrums vorsah, erst einmal vom Tisch ist. „Der Platz hat Aussagekraft“, meinte Stochla. „90 Prozent sind erhaltenswert.“ Verbessert werden könnten jedoch die Attraktivität der Aufenthaltsbereiche, die Anordnung der Bepflanzung und die Beleuchtung des Platzes, der abends zu dunkel sei.

Optimiert werden müsse auch der Zugang in der Einkaufspassage in Höhe des Geschäfts Gina Moden in Richtung Eiscafé. Die zu steile Rampe samt Treppe sei für Rollstuhlfahrer oder ältere Menschen mit Rollator nicht zu meistern. „Da muss was passieren.“

Aber zuerst kommt das Rathaus an die Reihe. Da die Sanierung auch eine logistische Herausforderung ist - wird doch während des laufenden Betriebes gearbeitet - wurde die gesamte Planung laut Stochla in einem Paket ausgeschrieben. Fünf Generalplaner kamen in die engere Wahl, bis zum Ende der Sommerpause soll eine Entscheidung fallen. Erst danach kann zum Beispiel mit der Berechnung der Investitionskosten begonnen werden.

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