Rathaussanierung Vellmar: Die Straße als letzte Chance - ein Kommentar

Das zweite Bürgerbegehren in Vellmar - gegen die Rathaussanierung über einen externen Projektentwickler - läuft und lässt sich mit 200 Unterschriften am ersten Tag gut an.

Als aussichtsloses Unterfangen dürfte die Aktion jetzt kaum noch jemand bezeichnen wollen. Denn der Bürgerinitiative, hinter der Kommunalpolitiker aus der Opposition von CDU und Grünen als Initiatoren stecken, spielt ein Tatbestand in die Karten: Der Stadtverwaltung ist es trotz aller Mühen nicht gelungen, ein solch komplexes Thema den Bürgern in allen wichtigen Details zu vermitteln. Dabei ist es moralisch nicht verwerflich, wenn Stadtverordnete und Stadträte als Privatpersonen agieren.

Die Argumentation des Bürgermeisters, das Thema im fairen Wettstreit der Argumente im Parlament zu diskutieren und dann bitte schön den Beschluss zu akzeptieren, mutet etwas blauäugig an. Denn die Opposition kann solange diskutieren wie sie will - gegen die absolute Mehrheit der SPD kann sie sowieso nichts ausrichten. Der Weg auf die Straße als letzte Chance, bei diesem Projekt etwas bewegen zu können, ist da nur folgerichtig.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.