Über 500 Besucher in Obermühle und Museumsscheune

Es ratterte das Mahlwerk

Gut besucht: Beim 6. Mühlentag des Fuldataler Geschichts- und Museumsvereins herrschte reger Andrang auch auf dem Mühlenhof in Wilhelmshausen. Fotos: Hobein

Fuldatal. Über 500 Besucher kamen in die historische Obermühle im Fuldataler Ortsteil Wilhelmshausen zum 6. Mühlentag, der vom Geschichts- und Museumsverein Fuldatal am Deutschen Mühlentag veranstaltet wurde.

Dabei stand nicht nur das historische Gebäude, sondern auch die angrenzende Museumsscheune im Mittelpunkt des Festes mit vielen Überraschungen.

Das Museumsteam mit Volker Luckhard an der Spitze hatte sich einiges einfallen lassen, um die Gäste für die Mühle, aber auch für die Museumsscheune zu interessieren. Und für die darin dargestellten früheren landwirtschaftlichen Arbeitsgänge wie die Imkerei, die Schlachtstube oder den Flachsanbau und dessen Verarbeitung.

Für die Mühle zeigten auch Christa und Horst Dempewolf aus dem bei Göttingen gelegenen Ort Esebeck großes Interesse. Seit Jahren sind sie am Deutschen Mühlentag unterwegs und besuchten schon Mühlen in Grebenstein und Trendelburg. Sein Großvater sei Mühlenbauer gewesen, sagt der 70-jährige Horst Dempewolf, der früher einmal die Absicht hatte, selbst eine Mühle zu kaufen.

Jetzt freute sich das Paar mit den vielen Mühlenbesuchern, den Mahlgang und den Walzenstuhl in Betrieb zu sehen. „Das Geräusch zeugt davon, dass die Mühle wieder ‚rattert‘ und in Betrieb gesetzt werden kann“, wie es Volker Luckhard freudig verkündet.

Das Getreide für die Vorführung spendeten mit einem Zentner Weizen Walter Krug aus Simmershausen und die Familie Hellmuth aus Baunatal, die weitere zwei Zentner bereitstellte.

Die Mühlenexperten des Vereins werden an diesem Tage nicht müde, so auch der frühere Mühlenmeister Rainer Bodenstein aus Kassel, bei den Rundgängen die Arbeitsabläufe in der Obermühle zu erklären.

Reges Treiben herrschte aber auch auf dem Mühlenhof, wo viele Besucher beim kulinarischen Angebot des Vereins über frühere Zeiten erzählten und diskutierten. Musikalisch unterhielt der Posaunenchor Simmershausen unter Leitung von Frank Herzog die Gäste im Rund des Mühlenhofes.

Während die elfjährige Cara Polte dabei ist, Haferflocken herzustellen, ist die achtjährige Luca-Marie Lange mit ihrer Mutter Hildegard unterwegs, um Antworten für die Fragen beim Mühlenquiz zu finden. Mit dabei waren auch die grünen GuMi-Mühlenmäuse, deren Zahl ebenso herausgefunden werden musste, wie die Antworten auf zehn weitere Fragen zu den ausgestellten Gegenständen im Bereich der Wilhelmshäuser Obermühle.

Von Klaus Hobein

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