Elgershäuser Grundschüler schnupperten in außergewöhnliche Sportart hinein – Kooperation mit RSV

Raufen und Ringen mit Regeln

Gemeinsam ist man stark: die Klasse 2a entwickelte gemeinsam eine Strategie, um Roland Görisch vom Hessischen Ringerverband von der Matte zu heben. 90 Kilogramm haben die Grundschüler gemeinsam bewegt.

Schauenburg. Was haben Wäscheklammern, kleine Bälle und große Pezzibälle mit dem Ringen zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel, doch bei einer Schnupperstunde des Ringkampf-Sportvereins in der Elgershäuser Grundschule kamen diese Utensilien zum Einsatz. Im Fokus stand neben ganz viel Spaß auch die Vermittlung wichtiger Ringsportregeln. Unter dem Thema „Ringen, Raufen, Kräftemessen“ steht die Kooperation zwischen der Grundschule und dem Ringkampf-Sportverein (RSV) Elgershausen.

Roland Görisch, Jugendreferent des Hessischen Ringer-Verbandes, geht es darum, beim „spielerischen Raufen“ die Motorik der Kinder zu verbessern und die Grundschüler in den Ringkampfsport einzuführen. In dem Sport erfahre man seine eigenen Grenzen. „Wenn ich alleine auf der Ringermatte stehe, dann kann mir keiner mehr helfen“, so der Elgershäuser. Man sei auf sich selbst gestellt und müsse sich dem Gegner stellen. „Wie im richtigen Leben.“

„Ihr dürft nicht kratzen, beißen, spucken, kitzeln, würgen oder boxen.“

Roland Görrisch Jugendrefernt

Beim Ringkampf gibt es klare Regeln. „Ihr dürft nicht schlagen, kratzen, beißen, kitzeln, spucken, würgen oder boxen“, so der 57-Jährige. Erlaubt seien ziehen, schieben, drücken und täuschen. Egal, ob man versucht dem Gegner den Ball aus der Hand zu reißen, die Wäscheklammer hinter dem Rücken zu stibitzen oder vom Pezziball zu schubsen - wichtig ist dem Jugendreferenten, dass die Kinder im Zweikampf immer fair mit ihrem Gegner umgehen.

Kinder sind erfinderisch

Die Kinder können oft mehr, als sie glauben, so Görisch. „Gerade im Entwickeln vom Strategien, um ihren Gegner zu besiegen, sind Kinder sehr erfinderisch.“ So schafften es die Grundschüler auch den 90 Kilogramm schweren Jugendreferenten am Ende der Schnupperstunde von der Matte zu heben. „Bei dem Sport gehe es um Teamgeist, Körperbeherrschung durch Kraft- und Gleichgewichtsübungen, Toleranz und Respekt“, betont der 57-Jährige.

Trainer wegschieben

Diese ganz besondere Sportstunde verfehlte nicht ihre Wirkung bei den Grundschülern. „Mir hat das Spiel mit dem Ball-Wegnehmen sehr viel Spaß gemacht“, sagt die siebenjährige Hannah. „Ich fand das Spiel mit dem Pezziball ganz toll“, betont die achtjährige Laura. Das „Rückenschieben“-Spiel, bei dem sich die Kinder mit dem Rücken auf der Matte gegenübersaßen, und versuchten sich gegenseitig wegzudrücken, gefiel der siebenjährigen Mina. „Ich fand das Spiel auf der Bank toll, bei der ich die anderen runterschubsen konnte“, sagt die achtjährige Aileen. Der siebenjährige Tobias fand es toll, den Trainer von der Matte wegzuschieben. „Weil wir alle mitgemacht haben.“

Von Johanna Uminski

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