Katholische Kirchengemeinde Heilig Geist in Vellmar legte Grundstein für Anbau

Raum der Hoffnung wächst

Gut gefüllte Kapsel: Ursula Schneider, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, füllt gemeinsam mit Pfarrer Peter Göb die Kapsel, die wenig später in der Bodenplatte des Anbaus versenkt wurde. Fotos: Sommerlade

Vellmar. Eine Tageszeitung, einige Euromünzen, ein Kugelschreiber und eine handschriftlich verfasste Urkunde – die Kapsel war gut gefüllt. In einer kleinen Feierstunde anlässlich der Grundsteinlegung des Anbaus an die katholische Kirche Heilig Geist wurde sie jetzt offiziell in der Bodenplatte versenkt.

Nach der Eucharistiefeier machte sich Pfarrer Peter Göb vor hundert interessierten Besuchern mit Kapsel, Kelle und Zement ans Werk und legte den symbolischen Grundstein für den Raum der Hoffnung. In den Erweiterungsbau investiert die Kirche 370 000 Euro.

„Ort des Aufatmens“

„Wir wollen als Gemeinde Heilig Geist in Vellmar die Anwesenheit Gottes in der Welt bezeugen und allen Menschen in unserer Stadt ermöglichen, sich auf die Suche nach ihrem Gott zu begeben und ihm zu begegnen. Neben unserem wertvollen Kirchenraum wollen wir dazu einen zweiten, eigenständigen Ort geistlichen Lebens bieten, der eine Oase des Lebens, ein Ort des Aufatmens, ein Raum der Hoffnung wird“, verlas Göb den Text der Urkunde, den Gemeindemitglied Egbert Hein verfasst hatte.

Kurios: Bei der ersten Grundsteinlegung zum Bau der katholischen Heilig Geist Kirche im Jahr 1976 hatte dessen Vater ebenfalls die Urkunde erstellt. Der erste Grundstein wurde übrigens im Rahmen der Baumaßnahmen erst wieder sichtbar. Lange Zeit wurde er von Büschen verdeckt.

Auf die besondere Funktion des geplanten Neubaus wies Architekt Jürgen Schuh hin. „Heute legen wir den Grundstein für ein Bauwerk, dessen Hauptaufgabe darin besteht, in ganz besonderer Weise die Gedanken der Menschen zu unterstützen“, sagte der Diplomingenieur.

„Den Tag der Grundsteinlegung verbinden wir mit der Hoffnung, dass dieses Haus den Menschen nützlich ist, weil es ihnen hilft, zu gutem und richtigem Denken zu finden“, betonte Jürgen Schuh.

Als nächste Schritte werden die Außenwände bis zur Höhe von etwa drei Metern aufgestellt, eine Woche später – vermutlich am 26. Juni – wird der Raum seine endgültige Höhe von beeindruckenden fünf Metern erreichen.

Von Martina Sommerlade

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