Naturpark-Verband kümmert sich um Erhalt und Pflege der Landschaft und um die touristische Vermarktung

Raum für naturnahe Erholung

Symbolfigur: Die Holzskulptur von Frau Holle am gleichnamigen Teich auf dem Hohen Meißner hat sich zu einer Art Markenzeichen auch für den Naturpark Meißner – Kaufunger Wald entwickelt. Archivfoto: Forbert

Kaufungen/Helsa/Nieste. „Der Verband hat den Zweck, ... den Naturpark Meißner – Kaufunger Wald mit dem Ziele zu fördern, in diesem als Erholungsgebiet besonders geeigneten Raume die Landschaft zu erhalten und zu pflegen, die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und durch geeignete Maßnahmen eine naturnahe Erholung zu ermöglichen.“ So steht es in der ersten Satzung des Zweckverbands Naturpark Meißner – Kaufunger Wald.

Als er im Februar 1962 von den damaligen Landkreisen Witzenhausen, Eschwege und Kassel aus der Taufe gehoben wurde, sprach die „Hessische Allgemeine“ von einem „denkwürdigen Tag für Nordhessen“. Prominenz von Bund und Land, aus Forst- und Landwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutzbewegung war zur Gründungsfeier erschienen. Ein Büfett für 85 Personen war später auf der Rechnung des Gasthauses ausgewiesen worden.

Der Kasseler Regierungspräsident Alfred Schneider (SPD) übergab die Gründungsurkunde an den Witzenhäuser Landrat Wilhelm Brübach (SPD), der als Vorsteher des jungen Verbandes agierte. Brübach würdigte besonders Vorsitzenden Dr. Alfred Töpfer vom Verein Naturschutzpark (Hamburg) als nimmermüden Förderer (siehe Hintergrund).

Töpfer sprach den Wunsch aus, dass der Kohleabbau auf dem Meißner gestoppt werden möge. Er stellte dem neuen Naturschutzpark für den Bau einer Altwanderer-Herberge am Meißner 25 000 DM zur Verfügung und weitere 10 000 DM für die Einrichtung einer Forschungsstation auf dem Berg, die allen Universitäten und Wissenschaftlern zur Verfügung stellen sollte. Die wurde aber nie gebaut.

Von Stefan Forbert

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