Neubau für Gesamtschule

Raumnot für THS-Schüler hat ein Ende

Sie fühlen sich im neuen Anbau wohl: Lea Bauer (von links), Melike Bal und Ricarda Busch bezogen mit ihren Klassenkameraden nach den Sommerferien einen Klassenraum im neuen Anbau der Theodor-Heuss-Schule Baunatal. Fotos: Dilling

Baunatal. Zum Schuljahresbeginn wurde der Anbau der Theodor-Heuss-Schule in Baunatal in Betrieb genommen. Die Schüler sind mit dem modernen Erscheinungsbild der Klassen zufrieden.

Das letzte Schuljahr an der Theodor-Heuss-Schule (THS) hat für Lea Bauer und ihre Klassenkameraden der 10c erfreulich begonnen: Sie sitzen in einem funkelnagelneuen, lichtdurchfluteten Klassenraum und bauen Roboter zusammen. Es riecht nach Farbe, der Fußbodenbelag glänzt.

Nach Jahren der Raumnot fühlen sich die Schüler nun richtig wohl. „Wir waren vorher in einem Werkraum untergebracht. Da ist es schnell zu warm geworden. Es war unangenehm“, sagt Lea. Noch mehr als die 17-Jährige freuen sich diejenigen Schüler, die endlich aus den behelfsmäßigen Unterrichtscontainern auf dem Parkplatz ausziehen konnten.

Der im Vorfeld unter den Baunataler Stadtverordneten - vor allem wegen des Finanzierungsmodells - heftig diskutierte Anbau an die THS ist rechtzeitig zum Schulbeginn fertig geworden. Acht neue Klassenräume, davon vier im Untergeschoss mit Ausgang zur eigenen Terrasse, und ein Gruppenraum sorgen für Entspannung an der Unterrichtsfront.

Der Engpass war schon kurz nach der aufwendigen Sanierung der Gesamtschule entstanden, weil viel mehr Kinder als gedacht sich für die THS als weiterführende Schule entschieden haben. 1044 Schüler besuchen im aktuellen Schuljahr laut Schulleiter Walter Kayser diese Schule. Der Zuzug junger Familien nach Baunatal und das attraktive Unterrichtskonzept der THS mache sich hier bemerkbar. Die zweite Gesamtschule in Baunatal, die Erich-Kästner-Schule, ist dagegen in der Gunst neuer Schüler zurückgefallen.

Architektonisch ansprechend: Der Neubau an der THS Baunatal (links im Bild) fügt sich gut in das Ensemble der Gesamtschule ein.

Die Stadt Baunatal hat dem klammen Landkreis als Schulträger für den Anbau finanziell unter die Arme gegriffen und ein Darlehen von bis zu zwei Millionen Euro gewährt. Das wird der Kreis ab nächstes Jahr über seine „Zweite Projektentwicklungsgesellschaft“ an die Stadt zurückzahlen.

Man habe nun auch finanziell eine „Punktlandung“ hingelegt. Mit knapp 1,8 Millionen Euro sei man noch etwas unter den veranschlagten Kosten für den Anbau geblieben, sagte Landrat Uwe Schmidt (SPD).

Der Anbau gewährleiste gute Bildungsqualität und füge sich architektonisch gut in das Ensemble rund um die THS ein, sagte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). Der Parkplatz und die Zufahrt zur Friedrich-Ebert-Allee zwischen THS und neuem Polizeipräsidium werde erst nächstes Jahr neu gestaltet. Vorher müsse das geplante Kinogebäude auf dem Langenberg-Grundstück stehen. Mit dessen Baustart rechnet Schaub für nächsten Monat.

Von Peter Dilling

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.