Ecomuseum Habichtswald legt Programm bis April vor: Vorträge, Ausstellungen und Exkursionen

Regionale Historie und jüdisches Leben

Großenritte im Winter 1939: Dieses Foto nahm der Lehrer und Heimatforscher August Boley auf, dem nun ein Vortrag im Baunataler Rathaus gilt. Archivfoto: nh

Baunatal / Schauenburg. Wussten Sie schon, dass in der Breunaer Kulturscheune ein Relief aus Lindenholz zu sehen ist, das Breunas größten Sohn, den Astronomen und Pfarrer Matthias Weete, zeigt? Weete und sein Werk im 17. Jahrhundert sind eines der Themen im neuen Programm des Ecomuseums Habichtswald bis April.

Fast 30 Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen bieten Gelegenheit, die Geschichte, Kultur, Natur und Wirtschaft des Landschaftsraumes Habichtswald, zu dem auch Baunatal und Schauenburg gehören, näher kennenzulernen.

Eiszeitliche Jäger

Um die Baugeschichte der Stadtpfarrkirche Gudensberg geht es ebenso wie um Schloss und Landschaftspark Riede in Bad Emstal. Weit zurück in die Vergangenheit geht es bei einer Veranstaltung zu eiszeitlichen Jägern im Mündungsgebiet der Schwalm.

Die jüngere Geschichte steht bei Vorträgen zur Geschichte der Edertalsperre und zum Lehrer und Heimatforscher August Boley, der lange in Großenritte wirkte, im Fokus. Erzählcafés im Klostermuseum Merxhausen laden dazu ein, mehr über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Sand, der verschwundenen Firma Maho und der Schule für Gesundheit der Vitos Kurhessen gGmbH zu erfahren. Bei einem Rundgang durch das renovierte Regionalmuseum Fritzlar wird das Augenmerk auf die Geschichte der Domstadt geworfen. Eine Exkursion zum Kloster Haydau öffnet den Blick in die Nachbarregion.

Wie immer bildet das jüdische Leben in der Region einen Schwerpunkt. So erinnern in Volkmarsen und Fritzlar Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag und zum 70. Jahrestag der Wannsee-Konferenz an die Deportation und Ermordung der jüdischen Bürger. Eine Ausstellung in Volkmarsen und ein Vortrag über die israelitische Gemeinde in Gudensberg informieren über jüdische Geschichte in der Region. Vorträge über den jüdischen Alltag und die religiösen Aspekte des jüdischen Essens ergänzen das Angebot in diesem Bereich.

Auch lädt das Ecomuseum zu Wanderungen ein. Man kann lernen, Bäume auch im Winter – ohne Laub – zu unterscheiden. Auch wird gezeigt, welche Wiesenkräuter und Heilpflanzen rund um den Eckerich und entlang der Eder wachsen; man kann die ersten wilden Kräuter schmecken und lernen, wie sich diese für den Speiseplan nutzen lassen. Ein Vortrag in Naumburg stellt die Dohle vor, Vogel des Jahres 2012.

Eine Führung über den Ars-Natura-Pfad, der kunsthandwerkliche Ostermarkt im Regionalmuseum Fritzlar sowie die Osterfahrt der Museumseisenbahn Hessencourrier vervollständigen den Reigen. Das komplette Programm steht in zwei Broschüren, die kostenlos zu haben sind. (ing)

Kontakt: Verein Region Kassel-Land, Raiffeisenweg 2, 34466 Wolfhagen, Telefon 0 56 92/9 87 32 60, oder E-Mail an info@region-kassel-land.de

www.kassel-land.de

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