Beschädigte Kabel in Kaufungen und Vellmar

Beschädigung von Signalkabeln: Ermittlungen laufen noch

Kaufungen/Vellmar. Nach der Beschädigung von Signalkabeln entlang der Regiotramstrecken in Kaufungen und bei Obervellmar dauern die Ermittlungen an. Während es bei der Tat in Kaufungen offenbar um einen klassischen Diebstahlversuch handelte, geht die Polizei im Fall Obervellmar von einem Zusammenhang mit dem Castortransport aus.

Das erklärte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf HNA-Anfrage. Wie berichtet, hatten Unbekannte Ende Oktober für mehrere Tage den Bahnverkehr im Lossetal lahmgelegt, nachdem sie versucht hatten, die Signalkabel zu stehlen, in denen sie größere Mengen Kupfer vermuteten.

Weil es sich offensichtlich um eine politisch motivierte Straftat handele, ermittele der Staatsschutz, so Polizeisprecher Jungnitsch. Die Täter hatten die Kabel an der Strecke in Brand gesteckt.

Der verwendete Brandbeschleuniger wird nach Angaben Jungnitschs gegenwärtig von Experten des Landeskriminalamtes in Wiesbaden untersucht. Das Ergebnis steht noch aus. Zeugenhinweise auf die Täter gebe es in dem Vellmarer Fall nicht.

Gegen die Täter von Kaufungen und Vellmar wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Eisenbahnverkehr ermittelt.

KVG: Gespräche mit Siemens

Um Engpässe wegen fehlender Kabel künftig zu vermeiden, überlegt man bei der KVG, einen Vorrat anzulegen. Nach Angaben von Unternehmenssprecherin Heidi Hamdad werden die Pläne heute mit Vertretern des Herstellers Siemens erörtert. Es gehe um zehn verschiedene Sorten im Wert von bis zu 20 000 Euro. Die Ersatzkabel - es handelt sich um Spezialanfertigungen - müssten trocken gelagert werden. (ket)

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