Radsportler-Fahrt nach Sylt: Gutes Ende trotz Regen, Sturm und kaputter Schläuche

Glücklich und zufrieden nach dem Abschluss der Tour: Wilfried und Tim Austrup (von links), Wolfgang Knatz, Walter Leister und Herbert Fröhlich auf dem Baunataler Europaplatz. Fotos: Wiesemann

Baunatal. Sie wurden sehnlichst erwartet. Von ihren Mitfahrern, die frühzeitig aus den Rennsätteln steigen mussten. Wilfried Albrecht (Knieprobleme), der Initiator der Radtour zur Nordseeinsel Sylt, Rudi Schotte (Rückenprobleme) und Roland Berle (Dienstverpflichtung) waren zum Empfang der Baunataler Radsportgruppe auf dem Europaplatz erschienen, um ihre Kameraden nach der über tausend Kilometer langen Fernfahrt gebührend zu empfangen.

Und dann rollte sie um 17.26 Uhr ein, die von Wolfgang Knatz angeführte fünfköpfige Spitzengruppe. Von den Strapazen der zurückliegenden zehn Tage kaum gezeichnet, mit strahlendem Lächeln nahmen Knatz sowie Wilfried und Tim Austrup, Walter Leister und Herbert Fröhlich die Glückwünsche des Empfangskomitees entgegen. Vergessen waren Sturm und Regen, welche die 26-köpfige Radkarawane den meisten Teil der Strecke begleitet hatten. Vergessen auch der Schreck und die Schmerzen, die Knatz bei einem kapitalen Sturz mit Hautabschürfungen in Uelzen erlitten hatte.

1250 Kilometer

Die Freude über das Geleistete überwog. Vor allem beim Schauenburger Knatz und dem Altenbaunaer Youngster Tim Austrup. Diese beiden hatten trotz des schlechten Wetters den geplanten Umweg über die dänische Insel Römö absolviert und damit den vollen Streckenplan über 1250 Kilometer erfüllt.

Auch Leitwolf Ingo Koch, der wenig später mit dem Rest der Gruppe am Baunataler Rathaus eintraf, zeigte sich mit dem Ergebnis der großen Jahrestour zufrieden. Ja sicherlich, das schlechte Wetter war ein unliebsamer Begleiter. „Vor allem auf der vorletzten, 165 Kilometer langen Etappe hat uns der Dauerregen schwer zur schaffen gemacht“, so Koch. Doch das größte Problem der Rundfahrt waren die Reifenschäden. „Ich wurde fast noch ausgelacht, als ich vor Beginn alle aufgefordert hatte, mindestens drei Ersatzschläuche mitzunehmen.

Nachher konnten wir gar nicht so viele Schläuche kaufen, wie wir eigentlich gebraucht hätten“, erklärte Koch. Zwischen 40 und 50 Reifenplatzer mussten aufgrund des schlechten Zustands der Radwege (Feuchtigkeit und Split) behoben werden.

Den Spitzenplatz in der Schadensliste nimmt Familie Becker aus Guntershausen ein. „Erika und ich mussten neunmal den kaputten Schlauch wechseln. So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Peter Becker zu der Pechsträhne.

Doch trotz allen Unbills um Wetter, Stürze und Pannen: In einem Punkt waren sich alle Radsportler einig. Nächstes Jahr geht es wieder auf große Tour. Wohin?

Das wird noch geklärt.

Von Rolf Wiesemann

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