Sommerturnier auf Gut Freienhagen – 40 Teilnehmer gingen an den Start

Klein, aber fein: Antonia Sauer (12) aus Hessisch-Lichtenau nahm mit ihrem 13-jährigen Reitpony Piccolo an der Dressurprüfung in Fuldabrück teil. Mit auf dem Bild ist ihre Mutter Ursula Sauer. Foto: Wohlgehagen

Fuldabrück. Füttern, misten, Stroh und Heu reinfahren: Alexander Klut (37) hat eine Menge zu tun. Er kümmert sich in den Boxen des Stalls auf Gut Freienhagen um insgesamt 40 Pferde, von denen während des Sommerturniers des Kurhessischen Reit- und Fahrvereins Kassel 1869 viele mit an den Start gingen.

Im Stall fühlt Klut sich besonders wohl. Der Umgang mit Pferden wurde ihm auf der Kolchose im 5000 Kilometer entfernten Omsks in die Wiege gelegt. „Pferde brauchen Futter, Wiesen und gute Behandlung“, sagt der gelernte Pferdepfleger respektvoll und überzeugend.

Das weiß auch die 18-jährige Maria Gloszat aus Oberzwehren, die ihre Hessenstute „White Star of Avalon“ liebevoll Mäuschen nennt. Maria, die seit ihrem zehnten Lebensjahr reitet, sattelt ihr großgewachsenes Pferd in der lichtdurchfluteten Box. Für sie und ihr Mäuschen, das sie vor dem Stall gerade abgeduscht hat, haben die Vorbereitungen für die bevorstehende Prüfung in der Dressurbahn begonnen.

Was ist das Besondere an diesem Reitturnier, abseits der großen Plätze?

„Das Gut Freienhagen liegt für uns in der Nähe, der Platz gefällt meinen Töchtern und den Pferden, hier wird kein Stress gemacht“, sagt uns Ursula Sauer (41). Die reitende Familie aus Hessisch Lichtenau ist mit drei Pferden zur Dressurprüfung nach Fuldabrück angereist.

„Einfacher Galoppwechsel, im versammelten Tempo rechts angaloppieren“ – über den Lautsprecher werden die Aufgaben in der Dressurbahn angesagt. Das Pferd sollte sich der Jury in allen Gangarten möglichst elegant und in Harmonie mit dem Reiter vorstellen. „Bei guten Reitern sieht man die Hilfen mit dem Oberschenkel kaum“, erklärt uns Ursula Sauer. Sie selbst sei Western-Reiterin und freue sich auf die Hessischen Meisterschaften, die am Wochenende in Dörnhagen ausgetragen werden. Dann gibt es bestimmt wieder viel Arbeit auch für Hermann Breidt (58), der als fahrender Hufschmied jeden Tag einen anderen Stall sieht.

Auf Gut Freienhagen blieb es für ihn mit drei Einsätzen ruhig. „Beim großen Turnier in Spangenberg waren es noch 28 Eisen“, berichtete der aus dem Ural stammende Pferdekenner. (ppw)

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