Naturpark Meißner-Kaufunger Wald zieht positive Bilanz – Büro in Niestetal geplant

Rekord: 12 647 Wanderer

Marco Lenarduzzi

Niestetal. Die Zahl der Besucher im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald war 2011 so hoch wie nie: 12 647 Menschen haben an geführten Wanderungen teilgenommen (2010: 10 775 Teilnehmer), teilte Geschäftsführer Marco Lenarduzzi in seiner Jahresbilanz mit.

Für 2012 kündigte Lenarduzzi eine Ausweitung der Angebote im Raum Niestetal an, um mehr Besucher aus dem Raum Kassel in den Naturpark zu bringen. Dazu soll ein Premiumwanderweg (P14) am Bilstein im Kaufunger Wald angelegt werden. Der Förderbescheid sei schon da, die Arbeiten am Weg und die Beschilderung sollen im Mai abgeschlossen sein. Zudem soll als Anlaufstelle im Raum Niestetal ein Naturpark-Büro eingerichtet werden – wo genau, stehe allerdings noch nicht fest. 

„Das hätten wir uns anfangs nicht denken können“, sagte Lenarduzzi über den Besuchereransturm. 2003, als erstmals geführte Wanderungen angeboten wurden, seien 1627 Teilnehmer gekommen. Seit 2006 hat der Naturpark spezielle Angebote für Kinder im Programm, an denen sich im vergangenen Jahr 5725 Jungen und Mädchen beteiligten. 45 Prozent aller Teilnehmer der geführten Wanderungen sind Kinder. Viele Wanderer sind zudem eigenständig im Park unterwegs.

2011 hatten die 24 Ranger und Naturparkführer viel zu tun: 575-mal zeigten sie den 12 647 Besuchern die Besonderheiten der Region. Für 2012 hat das Team des Naturparks ein neues Programm mit 100 verschiedenen Angeboten ausgearbeitet.

Man werde mehr Angebote in Orten machen, die noch nicht vertreten seien, sagt Hanna Wallbraun vom Naturpark-Büro. Dazu gehören etwa die Veranstaltung „Salz, Wein und Kohle“ in Orferode und neue Führungen auf dem Kunstwanderweg Ars Natura im Ringgau, der dort die deutsche Teilung thematisiert.

Bislang kommen die meisten Besucher aus dem Raum Göttingen, Kassel, Hersfeld-Rotenburg und dem Werra-Meißner-Kreis.

Doch langsam reisen auch Gäste von weiter her an: Ein Reisebüro aus dem bayerischen Bad Wörishofen habe etwa bereits Wohlfühlreisen ins „Märchenhafte Werratal“ angeboten, erzählt Wallbraun. Auch eine Schatzssuche mit GPS-Geräten ist im Programm. „Man kann nicht mehr sagen, dass nur Menschen über 60 zum Wandern kommen“, sagt Wallbraun.

Kindgerechte Fachführungen, ein Barfußpfad, Programme für Schulklassen und Kindergeburtstage mit Waldolympiade, Stockbrot-Backen oder einer Nachtwanderung hat der Naturpark für die jüngsten Besucher unter anderem im Programm, erklärt Rangerin Anja Laun.

Mit dem Naturparkmobil lernen Schulklassen Tiere und Lebensräume kennen. 200-mal war das Mobil 2011 im Einsatz.

Von Friederike Szamborzki

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