Rekordzahl: 5000 Mitarbeiter zwischen den Jahren an Bord bei VW

Baunatal. 5000 von 14.500 Mitarbeitern von VW in Baunatal werden auch zwischen den Jahren arbeiten. Hauptgrund: Der Absatz von Volkswagen-Autos ist so stark gestiegen, dass ständig Nachschub an Komponenten aus dem Werk Kassel gebraucht wird.

Pressesprecher Rudi Stassek, der seit Jahrzehnten für VW arbeitet: „Ich kann mich nicht erinnern, dass in der Produktion jemals so viele Menschen in dieser Zeit gearbeitet haben.“

Knapp 4000 legen im Werk Hand an, gut 1000 im Vertrieb Originalteile (VO). Im letztgenannten Bereich seien aufgrund des harten Winters und der damit verbundenen Unfälle mehr Leute an Bord als zunächst geplant. Denn die Teile-Vorräte der Händler und Werkstätten schwinden nun schneller.

Getriebe als Renner

Im Werk selbst, wo sonst zwischen Weihnachten und Silvester in der Regel nur repariert und gewartet wurde, liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Produktion der Direktschaltgetriebe, kurz DSG, deren vier Arten Renner der nordhessischen Fabrik sind. Auch das Formhärten im Presswerk und die Herstellung von Abgasanlagen laufe auf hohen Touren, sagt Stassek. In der Gießerei gibt es ebenfalls keine Pause, weil dort die Gehäuse für die Getriebe gefertigt werden müssen.

Über die Feiertage selbst kocht VW hingegen auf Sparflamme. Werkschutz- und Feuerwehrleute sowie einige Mitarbeiter, die in Gießerei und Härterei die Öfen anheizen, halten die Stellung an Weihnachten sowie über Silvester und Neujahr.

Ab Montag, 3. Januar, laufen Werk und VO wieder auf normalen Touren. Lediglich Mitarbeiter, die wegen schulpflichtiger Kinder auf die Ferien angewiesen sind, machten noch Urlaub, so Stassek. (ing)

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