Erich-Kästner-Schule bekommt Plakette Schule des Trialogs der Quandt-Stiftung

Religionen zum Anfassen

Studenten, Schüler und Lehrer freuen sich über die Plakette: Von links stehen vor dem trialogischen Jahresplaner Studentin Nina Eberle, Lehrerin Sina Blumenthal, die Schüler Mohamed Ali und Samah Ali, Prof. Horst Heinemann, Anne Rengers von der Herbert Quandt-Stiftung, Student Patrick Kuhn, Lehrerin Marianne Hartung, Schülerin Alina Eskuche, Schulleiter Dieter Ernst, Lehrerin Heidi Zächerl und Studentin Isabell Jung. Foto:  Grigoriadou

Baunatal. Ein riesiger Jahresplaner hängt an einer Wand der Baunataler Erich-Kästner-Schule. Genauer: Es ist ein trialogischer Jahreskalender für 2013/2014. Die Feiertage der jüdischen, christlichen und muslimischen Religionen sind dort eingetragen. Es gehört zu einem von vielen Projekten der Schule, die zum Wettbewerb Trialog der Kulturen gehören.

Das jüngste kulturelle Projekt der Schule und auch der Wettbewerb, an dem die Kinder und Jugendliche mit Hilfe von Theologie-Studenten der Kasseler Universität teilnehmen, dreht sich rund um das Thema Religion (siehe Hintergrund). Anne Rengers von der Herbert Quandt-Stiftung ist Ansprechpartnerin für die insgesamt acht hessischen Schulen, die an dem Wettbewerb teilnehmen. „Die Erich-Kästner-Schule hat sich dazu entschieden, mehrere kleine Projekte für den Wettbewerb einzureichen“, sagt sie. Dazu gehören nicht nur der überdimensionale Jahresplaner, sondern unter anderem auch Besuche in den Gotteshäusern. Kirche zum Anfassen, nennen die beiden Studenten Isabell Jung und Patrick Kuhn das. „Dadurch, dass viele Schüler aus anderen Religionen stammen, ist das natürlich ein interessantes Thema für die Schüler“, sagt Patrick Kuhn.

Warum aber besucht Anne Rengers die Schule? Sie lacht: „Natürlich ist es interessant, was die Schulen alles vorbereitet haben“, sagt sie und zeigt auf den Planer im Foyer der Schule. „Aber ich habe der Schule auch eine Plakette mitgebracht.“ Darauf steht: Wir sind eine Schule im Trialog der Kulturen. Sie freut sich schon auf ihren zweiten Besuch im Frühjahr. „Die Schüler der Erich-Kästner-Schule sind sehr offen und engagiert. Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Kinder und Jugendliche sehr aufgeweckt und mitteilsam sind.“

Kleine bunte Gemeinde

Professor Horst Heinemann sieht in diesem Wettbewerb einen großen Vorteil für seine Studenten. „Es werden Augen geöffnet im Bezug auf die Vielfalt an Möglichkeiten, die die verschiedenen Religionen mit sich bringen“, sagt er. „Bei diesem Projekt wird deutlich, welch buntes Bild sich doch im kleinen Baunatal herauskristallisiert.“

Von Anthoula Grigoriadou

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