Kreisstraße zwischen Oberkaufungen und Nieste: Tempolimits nur auf der Kuppe und in den Kurven

Nun Rennstrecke statt Schlaglochpiste?

Trotz Ausbau keine Rennstrecke: Die Kreisstraße zwischen Nieste und Oberkaufungen ist wieder frei und richtig flott geworden. Hier räumt Heiko Schäfer vom Bauhof Nieste die letzte Baustellenbarke zur Seite. Foto: Stier

Kaufungen / Nieste. Sechs Meter breit, glatt wie ein Blechkuchen und geradezu sinnliche Kurven in der Mitte: So schön die grunderneuerte Kreisstraße zwischen Oberkaufungen und Nieste auch ist, manch einer sorgt sich, sie könnte als neue Rennstrecke mehr Gefahren heraufbeschwören, als von der früheren Schlaglochpiste ausgingen.

Im Bereich der Bergkuppe gibt es ein Tempolimit von 70 km/h, und zumindest bis die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht wurden, verweisen Schilder auch in den Kurven auf diese Geschwindigkeit.

Ansonsten aber seien derzeit keine weiteren Beschränkungen geplant, sagte Projektleiter Klaus Albrecht vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Kassel, unter dessen Regie die Straße ausgebaut wurde. Befürchtungen, ausgebaute Straßen würden zu Rennstrecken werden, gebe es immer wieder, erläuterte er. Deshalb könne man aber nicht auf den normalen Straßenunterhalt verzichten.

Auch Kreissprecher Harald Kühlborn verwies auf regelmäßige Verkehrsschauen, bei denen von Polizei und anderen Behörden geprüft werde, ob schärfere Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit notwendig würden.

Aber: „Alle Experten sagen, dass die jetzige Beschilderung an der Kreisstraße ausreicht“, betonte Kühlborn. Man werde die Entwicklung in den kommenden Monaten beobachten und dann reagieren.

Landrat Uwe Schmidt hatte bei der Freigabe der Straße am Montag erklärt, der Ausbau erhöhe die Sicherheit auf der K6, auf der es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen und auch tödlichen Unfällen gekommen sei. Sicherlich wäre es schön gewesen, gleichzeitig einen Radweg zwischen Oberkaufungen und Nieste zu bauen, der sei jedoch am knappen Geld gescheitert. Straßenplaner Albrecht glaubt nicht, dass die verbreiterte K6 jetzt zum Rasen verführe. „Wir setzen da auch auf die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und auf den gesunden Menschenverstand.“ (tom)

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