Zu bis Ende August

Reparatur der Fliesen: Freizeitbad im Aqua-Park schließt am 4. Juni

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Fliesen abgeplatzt: An mehreren Stellen des Freizeitbades fehlen seit Monaten die Fliesen. Ab dem 4. Juni soll sich nun ein Sachverständiger ein Bild über die Schäden machen. Zum 1. Juni öffnen das Sportbad und das Außenbecken – wie üblich – für den Sommerbetrieb (kleines Bild). Währenddessen sollen die Schäden im Freizeitbad repariert werden. Archivfotos: Dilling/Prall/nh

Baunatal. Das Freizeitbad im Aqua-Park in Baunatal wird ab dem 4. Juni zunächst bis Ende August geschlossen. Damit reagiert das Baunataler Rathaus auf die Schäden, die seit Spätsommer des vergangenen Jahres an den Fliesen aufgetreten sind.

Nach der Arbeit eines Gutachters sollen die maroden Fliesenbereiche im Becken und auf den Umläufen schnellstmöglich repariert werden, kündigt Erste Stadträtin Silke Engler an. Der Sommerbetrieb des Baunataler Bades mit Außenbecken und Sportbad beginnt davon unabhängig zum 1. Juni.

Ein vom Gericht bestellter Gutachter prüft ab dem 4. Juni, wie es zu den Schäden in dem erst vor fünf Jahren für knapp fünf Millionen Euro sanierten Freizeitbad des Aqua-Parks kommen konnte. „Dazu müssen wir das Wasser ablassen“, erläutert Engler. Die Arbeit des Sachverständigen dauert zwei Tage. Im Anschluss soll eine Firma mit der Reparatur der maroden Stellen beginnen. „Das geht dann unmittelbar los.“

Die Abschnitte, in denen sich Fliesen gelöst hatten, waren in den vergangenen Wochen notdürftig abgesperrt, teilweise mit Matten und Blumenkübeln abgedeckt worden. Bis zum Start des Gutachters habe man nichts daran ändern dürfen, sagt die Vizebürgermeisterin. Schließlich gehe es um Beweise für ein mögliches Gerichtsverfahren.

In dem Verfahren könnte laut Engler geklärt werden, ob die damalige Baufirma während der Badsanierung gepfuscht hat, ob der Unterbau schlecht verlegt war oder ob die Arbeiten nicht ordnungsgemäß beaufsichtigt wurden. Die Stadt will auf jeden Fall Schadenersatz für die Reparaturkosten und für das Ausbleiben von Eintrittsgeld verlangen. Wie viel der Schaden für die Stadt ausmacht, dazu könne sie noch nichts sagen, betont die Erste Stadträtin.

Engler, die für die Baunataler Stadtwerke verantwortlich ist, hofft zudem, dass es beim jetzigen Stand der Schäden bleibt. Schließlich könne es sein, dass der Gutachter ein größeres Ausmaß feststelle. Derzeit gehe man aber davon aus, dass die Reparatur während des Sommerbetriebs des Schwimmbades über die Bühne gehe.

Sollte sich die Sanierung der maroden Stellen aber nach hinten verschieben, dann müssten sich ab September Freizeitschwimmer, Vereine und Schulen das Sportbad teilen.

Übrigens: Während der Bauphase bleiben die Rutschen geschlossen, weil der Schutt über diesen Bereich entsorgt wird. Engler blickt zumindest positiv auf die jetzige Sommersaison. Den Badegästen stünden - wie üblich - das Sportbad, das Außenbecken und ein von der Gastronomie betriebener Kiosk zur Verfügung.

Von Sven Kühling

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