30 Kinder des Kindergartens Königsfahrt nahmen an Erste-Hilfe-Kurs teil

Retten und verbinden

Schnell geholfen: Unter Anweisung der Johanniterin Silke Meers legt Florence (links) Paula einen Verband an, beobachtet von Julia (hinten) und Giole. Fotos: Kisling

Ahnatal. Oft sind es die kleinen Dinge, die große Erfolge nach sich ziehen können. Diese Weisheit gilt besonders beim Helfen von Menschen in Notlagen. Ein Wort des Trostes kann ermutigen, eine Rettungsdecke Leben retten, ein Verband anlegen, eine erste Behandlungsmaßnahme sein.

All dies sind Aufgaben, die alle Menschen in einem Notfall übernehmen können – auch die Jüngsten. Deshalb nahmen 30 Vorschulkinder des Weimarer Kindergartens Königsfahrt an einem Erste-Hilfe-Kurs teil. Dieser wurde von Ausbilderin Iris Bender und der Ausbildungsleiterin Silke Meers der Johanniter-Unfall-Hilfe Kassel geleitet.

Das Duo hat durchaus Erfahrung mit Lehrgängen für Kinder. Oft geben sie ihr Grundwissen in vielen Schulen und Kindergärten im Kreis Kassel weiter. „Die Kinder, die schon früh in Erster Hilfe unterwiesen wurden, handeln bei einem Notfall ohne Scheu und ohne Berührungsängste, sie können sich von Beginn an mit der Hilfeleistung identifizieren“, meint Iris Bender.

Für die Sprösslinge aus Weimar stand ein vielfältiges Programm an. In einem theoretischen und einem praktischen Teil wurden den Kindern die Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt. Dazu zählen unter anderem die Rettungskette, der Notruf, die Rettungsdecke, Verbände und die stabile Seitenlage.

Mit Symbolen gearbeitet

Die beiden Johanniterinnen erklärten dabei das „Rettungspaket“: Die Kinder sollen mit Herz beim Helfen sein, die Ruhe für einen Notruf bewahren, eine Decke unterlegen und trösten. Um das Wissen kindgerecht zu vermitteln, wurde viel mit Symbolen gearbeitet: So standen ein Luftballon für die Atmung und ein Teddybär für Trost.

„Mir hat der Kurs gut gefallen, vor allem fand ich es gut, dass wir gelernt haben, wie man einen Notruf richtig absetzt“, meinte Anna. Auch Julia war von dem Gelernten begeistert: „Schließlich möchte ich später Ärztin werden und jetzt kann ich schon Erste Hilfe leisten“, strahlte sie. Für das praktische Üben hatten die Ausbilderinnen Kunstblut mitgebracht, sodass die Situationen realitätsnah dargestellt werden konnten. Am Ende erhielt jedes Kind eine Urkunde, die mit der Gewissheit verbunden war, dass es nun 30 neue Ersthelfer gibt. (ptk)

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