Gemeinde Helsa sichert Veranstaltungsraum des „König von Preußen“ für 15 Jahre

Rettung durch Saalmiete

Engagement für die örtlichen Vereine: Die Gemeinde Helsa will den Veranstaltungssaal am Gasthaus „König von Preußen“ ab 1. September für 15 Jahre mieten. Foto: Wohlgehagen

Helsa. Mit überwältigender Mehrheit hat sich der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Helsa in einer Sondersitzung am Dienstag für die Anmietung des Saals der Gaststätte „König von Preußen“ ausgesprochen. Durch diesen Beschluss ist eine weitere Hürde auf dem Weg zur Rettung des Traditionsgasthauses und der Veranstaltungsstätte genommen worden.

Vermieter des Saalgebäudes wird der neu gegründete Verein „Denkmalpflege Helsa e.V.“ sein, der vor dem Kauf des sanierungsbedürftigen Anwesens steht und die Gaststätte an einen privaten Betreiber verpachten will.

Der vom Ausschuss gegen die Stimme von Jürgen Fasold (GLH) genehmigte Mietvertrag für den Saal mit Thekenraum, Toilette und Inventar hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Die monatliche Miete beträgt 2000 Euro einschließlich sämtlicher Betriebskosten. Sollte das Gasthaus während der Mietzeit verkauft werden, steht der Gemeinde ein Sonderkündigungsrecht zu.

Spagat für die Gemeinde

„Der Vereinsmittelfluss reicht für die Kreditvergabe nicht aus, deshalb soll der Mietzins komplett an die Bank abgetreten werden“, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD). Der Verwaltungschef bezeichnete die ausgehandelte Aufteilung der Monatsmiete in jeweils gleichgroße Kaufpreis- und Mietzinshälften als Spagat. Ein solches Rechenexempel sei zwölf Jahre lang nötig, um eine Kürzung der erwarteten Fördermittel für die Sanierung der Gebäude zu vermeiden, sagte Küthe.

Alle vom Parlament für die Saalnutzung vorgegebenen Punkte seien zufriedenstellend geregelt worden, sagte Dirk Schröder. Der SPD-Fraktionsvorsitzende hofft, dass der Verein für die Gaststätte einen Pächter mit einer gutbürgerlichen Küche für Helsa findet.

Jürgen Fasold (Grüne Liste Helsa) findet das Risiko für die ohnehin finanzschwache Gemeinde Helsa zu hoch. Er sei persönlich nicht bereit, dafür die Verantwortung zu übernehmen. (ppw) DAS SAGEN...

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