Verein Denkmalpflege kauft Traditionsgasthaus

Rettung für den Helsaer „König“

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Lösung gefunden: Lange war unklar, wie es mit dem Gasthaus „König von Preußen“ weitergeht. Gestern hat der Verein „Denkmalpflege Helsa“ das Anwesen gekauft.

Helsa. Der „König“ ist gerettet. Der Verein „Denkmalpflege Helsa“ hat das Gasthaus „König von Preußen“ mit Saalanbau und Anwesen gekauft. Gestern haben die Vorsitzenden Jürgen Scholz und Andreas Schlaak den Kaufvertrag unterschrieben. Für 200 000 Euro wechselt das Traditionsgasthaus den Eigentümer.

Mit den Unterschriften geht eine monatelange Zitterpartie zu Ende. „Wir wussten bis eben nicht, ob es wirklich klappt“, sagt Schlaak. Auch Vorstandskollege Jürgen Scholz ist erleichtert: „Jetzt holen wir erst einmal tief Luft. Doch es gibt noch einige dicke Bretter zu bohren.“

Ein dickes Brett ist die Finanzierung: Der Saal muss grundsaniert werden. Parallel sollen die unteren Gaststätten-Räume in Schuss gebracht werden. Ein Teil der Kosten soll durch Fördergelder gedeckt werden. EU-Mittel aus dem Topf „Kasseler Bergland“, Dorferneuerungszuschüsse und Zuschüsse zur energetischen Sanierung sollen fließen. „Die Gespräche laufen“, erklärt Schlaak.

Zudem setzt der Verein auf seine Mitglieder. 130 sind es derzeit. Schlaak und Scholz hoffen, dass es nach dem Kauf einige mehr werden. Die Helsaer Bürger sollen als Fördermitglieder und durch ihre Mitarbeit das Vorhaben unterstützen. Für Anfang des nächsten Jahres lädt der Vorstand die Mitglieder zu einer Versammlung ein. Der Vorstand will dann den Stand der Planungen vorstellen.

Freuen sich über den Kauf: Peter Nietschke (von links), Jürgen Scholz, Heike Williges, Holger Vogt, Andreas Schlaak, Bürgermeister Tilo Küthe und Notar Heinrich Wiehage.

Danach trifft sich der Vorstand mit den Vereinen. „Wir wollen den Bedarf klären. Wir wollen wissen, was die Vereine sich wünschen“, erklärt Scholz. Dann gehe es an die konkrete Planung. Neben dem Verein ist die Gemeinde Helsa mit im Boot. Sie mietet den Saal, damit der dauerhaft für Veranstaltungen im Ort gesichert ist. Der Saal ist für Vereine wie die Laienspielgruppe, für Karnevalsveranstaltungen, die Fahrradbörse und private Feste notwendig. Die Gemeinde strebt eine Mietdauer von 15 Jahren an. Die monatliche Miete beträgt 2000 Euro. Ein weiteres Brett ist die Gastronomie des „König“. Der Verein sucht einen Pächter für die Gaststätte.

Wann die Bretter durchbohrt sind, ist unklar. Das hängt von der Unterstützung und den Fördergeldern ab.

Von Anke Laumann

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