Rettungshubschrauber Christoph 7 hat Standort nach Ihringshausen verlegt

Neuer Standort: Während der Landeplatz auf dem Rot-Kreuz-Krankenhaus saniert wird, startet Christoph 7 vom Gelände der Fliegerstaffel in Ihringshausen-West. Hier die Besatzung mit (von links) Rettungsassistent Martin Pillkowsky, Unfallchirurg und Notarzt Dr. David Brendel und Pilot Oliver Kaminski. Fotos: Schräer

Fuldatal. Noch bis Sonntag kann Christoph 7 das Rot-Kreuz-Krankenhaus anfliegen, „ist der Dachlandeplatz aktiv“, sagt Pilot und Stationsverantwortlicher Oliver Kaminski. Der hat mit der Crew des Rettungshubschraubers Anfang dieser Wochen bereits den Standort von Wehlheiden nach Ihringshausen-West verlegt.

Denn der Dachlandeplatz wird für 1,8 Millionen Euro saniert und gemäß neuen gesetzlichen Vorgaben umgebaut. Bis zum Herbst hat Christoph 7 seine Basis bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal. Der Hubschrauber steht auf einer Wiese neben dem Flugfeld, während die Besatzung in Containern mit Büro, Aufenthalts-, zwei Ruheräumen, Sanitär- und Materialraum untergebracht ist.

Zehn Container waren vor 14 Tagen auf einem Parkplatz der Fliegerstaffel aufgestellt, dann an die vorhandene Kanalisation, an Wasserleitung und Stromnetz angeschlossen worden. Vergangenen Montag und Dienstag transportierte ein Umzugsunternehmen das Mobiliar von Kassel nach Fuldatal. Lediglich der Telefonanschluss funktionierte gestern noch nicht. „Wir sind aber über Funk und Handy erreichbar“, sagt der Pilot.

Der Umzug verlief reibungslos, die „logistische Herausforderung war die Versorgung der Station mit Gebrauchsmaterialien wie Sauerstoff, Medikamenten, Einmaldecken oder auch Einmalhandschuhen“. All dies werde jetzt regelmäßig vom Rot-Kreuz-Krankenhaus angeliefert. „Wir sind hier jetzt quasi eine Außenstelle“, meint Kaminski.

Flugtechnisch bedeute der Umzug für ihn keine Neuerung, sagt der Pilot der Bundespolizei, er sei hier quasi zu Hause. Anders Unfallchirurg und Notarzt Dr. David Brendel. Er könne jetzt im Rot-Kreuz-Krankenhaus nicht mehr neben dem Rettungsdienst Papierkram oder Stationsarbeit erledigen. Der neue Standort bedeute für ihn „ruhigere Tage“, die er außerhalb der Einsätze und deren Nachbereitung mit dem Lesen von Fachliteratur verbringe.

Mehr zu Christoph 7 erfahren Sie im RegioWiki.

Da Christoph 7 sein Haupteinsatzgebiet südlich von Kassel habe, falle jetzt eine zusätzliche Flugzeit von vier Minuten an, sagt Pilot Kaminski. Ohne den Landeplatz Rot-Kreuz-Krankenhaus werde man künftig viele Patienten am Kinderkrankenhaus Park Schönfeld absetzen, um sie von dort per Rettungswagen auf Kasseler Krankenhäuser zu verteilen.

Bei der Fliegerstaffel sei Christoph 7 „ein Hubschrauber von vielen“, sagt Staffelführer Thomas Nagler. Der aber besonders integriert werden musste. Denn genau genommen habe man für den Hubschrauber tagsüber mit Betrieb der Fliegerstaffel keinen Platz. Und brauche zusätzliches Personal, müsse bei jedem An- und Abflug von Christoph 7 Feuerwehr und Tower besetzen, auch nach 16 Uhr oder an Sonn- und Feiertagen, wenn in der Fliegestaffel nur wenige Dienst haben.

Von Michael Schräer

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