Neuer Stützpunkt des DRK bald fertig – 500 000 Euro werden investiert – Rund 220 Einsätze pro Monat

Rettungswache nimmt Gestalt an

Auf dem Flachdach: Über den Sozialräumen bauen Handwerker der Dachdeckerfirma Schneider aus Kassel die rund 30 Zentimeter dicke Isolierung ein.

Vellmar. Ein wenig abseits der Warburger Straße, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, entsteht derzeit die neue DRK-Rettungswache in Vellmar. Seit einigen Monaten bestimmen Handwerker das Geschehen auf der Baustelle, deren Rohbau jetzt fertiggestellt wurde. Voraussichtlich im September sollen die Arbeiten an dem rund 500 000 Euro teuren Gebäude abgeschlossen sein.

Die Entscheidung, neben der Rettungswache in der Kasseler Loßbergstraße einen weiteren DRK-Stützpunkt zu bauen, fiel bereits im vergangenen Jahr. „Vellmar erwies sich bei der Wahl des Standortes als besonders geeignet, weil es kurze Wege über die Bundesstraße 7 zu den Kasseler Krankenhäusern bietet“, erklärt Dieter Michel, stellvertretender DRK-Kreisvorsitzender.

Bereits im Oktober 2010 stellte die Ortsvereinigung Obervellmar ihre Räume in der Schulstraße zur Verfügung, so dass bereits jetzt Rettungsfahrten von Vellmar aus erfolgen können. Rund 220 Mal im Monat werden die Rettungskräfte von der Kasseler Leitstelle gerufen, um vom provisorischen Stützpunkt in Obervellmar aus zu Einsätzen zu starten. Mit steigender Tendenz, wie die Zahlen beweisen.

Rund 42 Prozent der Einsätze beziehen sich auf das Vellmarer Stadtgebiet, gefolgt von Fuldatal mit 14 Prozent, Ahnatal mit zehn Prozent und Calden mit fünf Prozent. Der Rest betrifft die angrenzenden Kasseler Stadtteile, die ebenfalls von Vellmar aus angefahren werden.

Wie wichtig der Einsatzort Vellmar ist, belegt Michel mit einer weiteren Zahl. Von den insgesamt 220 Einsätzen waren über 150 Notfallrettungen, bei denen es besonders auf schnelle Hilfe ankomme. Die Helfer benötigten, verglichen mit der Anfahrt von der Loßbergstraße, nur halb soviel Zeit bis zum Ort des Einsatzes, sagt Michel.

„Die Zahlen steigen ständig und wir rechnen in den nächsten Jahren auch durch den neuen Flughafen Kassel-Calden damit, dass ein weiterer Rettungswagen mit Personal in Vellmar stationiert wird. Dafür ist die neue Rettungswache bereits ausgelegt“, sagt Michel.

Der Rohbau an der Warburger Straße ist fertig. Das Flachdach wird in diesen Tagen noch von Mitarbeitern der Kasseler Dachdeckerfirma Schneider mit einer rund 30 Zentimeter dicken Wärmeisolierung versehen. Danach soll der Innenausbau beginnen. Das neue Gebäude umfasst drei Garagen, Büros, Duschen, Toiletten und Aufenthaltsräume. „Wir sind voll im Zeit- und Finanzierungsplan.“

Über eines freut sich Michel ganz besonders. „Viele Menschen haben uns in den letzten Monaten Briefe geschrieben, in denen sie sich für die rasche Hilfe bedanken. Das war bisher nicht üblich, spricht aber dafür, das die Entscheidung für den Standort Vellmar richtig war“, betont der stellvertretende Kreisvorsitzende des DRK Kreisverbandes Kassel-Land.

Von Werner Brandau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.