Zum 200. Geburtstag erinnert die Herderschule an Georg Büchner

Revolutionär bleibt populär

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KASSEL. „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“, die berühmte Parole Georg Büchners aus dem Jahr 1834 steht noch heute als politischer Slogan, ebenso wie seine Werke Gegenstand des Lehrplans für den Deutschunterricht sind.

Büchners Botschaft scheint also auch 200 Jahre nach seiner Geburt aktuell zu sein. Anlässlich des Büchner-Jahres widmet sich eine Ausstellung in der Herderschule mit dem Titel „Georg Büchner und seine Zeit“ dem kurzen Leben (1813 - 1837) und nachhaltigen Wirken des Schriftstellers, Naturwissenschaftlers, politischen Denkers und Philosophen sowie den Einflüssen durch Zeitgenossen und Zeitgeschehen.

Georg Büchner

Zur Ausstellungseröffnung führte Matthias Gröbel, Archivpädagoge am Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und Vorsitzender der Georg Büchner Gesellschaft Marburg, mit einem Vortrag in das Thema ein.

„Büchner spricht zeitlose Themen an, die Wirkung seines Schaffens wird bis heute zumeist kontrovers diskutiert“, erklärt Gröbel die ungebrochene Aktualität Büchners. Als Beispiel nennt er die Langeweile, die der Schriftsteller mal auf politische, mal auf psychologische, aber auch auf humoristische Weise thematisiert. Auch seine politischen Aussagen, besäßen noch heute Gültigkeit. Büchner sei für Schüler immer noch attraktiv durch seine Sprache, die frei von Altersweisheit und reich an jugendlichem Ungestüm sei. Auf 24 Tafeln erzählt die Ausstellung in der Herderschule vom Leben und Wirken Büchners.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 6. September wochentags von 8 Uhr bis 15 Uhr in der Herderschule, Maulbeerplantage, zu sehen.

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