Hephata-Tanzgruppe Lenata empfing 250 Tänzer aus hessischen Werkstätten in Treysa

Rhythmisches Jubiläum

Gastgeber: Die Hephata-Tanzgruppe Lenata unter der Leitung von Lena Zink-Wittmann trifft sich seit 15 Jahren regelmäßig zum Einstudieren neuer Tänze. Am Donnerstag feierten sie das Jubiläum mit 250 Gästen. Fotos:  Rose

Baunatal. Fesche Cowboys, niedliche Zwerge, coole Rapper und aufregende Bauchtänzerinnen – in der Treysaer Festhalle hätte man jetzt meinen können, es wäre schon Karneval. Doch statt Fasching hatte die Tanzgruppe Lenata der Hephata Werkstätten einen viel trifftigeren Grund zu feiern. Die Mitglieder treffen sich seit 15 Jahren unter der Leitung von Trainerin Lena Zink-Wittmann zur Bewegung. Jetzt richteten die Schwalmstädter deshalb das Tanzfest der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Special Olympics aus.

250 Menschen aus hessischen Werkstätten waren zum Mitfeiern gekommen. 17 Tanzgruppen zeigten auf der Bühne das, was sie im Laufe eines Jahres bei Proben gelernt hatten. Koordiniert hatte das Fest Reinhard Roth, Moderator der Show war Hilmar Höse. Eröffnet wurde der muntere Reigen zum Mitswingen und Mitschunkeln von den Gastgebern. „Wir tanzen alles von Western über Pop bis hin zum Volkslied“, erklärte Zink-Wittmann.

Viele Tänzer seien seit Jahren dabei, fünf Mitglieder gehörten zum ganz festen Kern. Die Fünf, das sind Klaus, Sabine, Conny, Beate und Udo. Mit ihrer Trainerin verstehen sie sich bestens. Auf die Frage, ob Lena Zink-Wittmann manchmal streng sei, antworten sie locker: „Nö, sonst hätten wir es ja gar nicht so lange mit ihr ausgehalten.“ Auch die Trainerin freut sich über den Zusammenhalt: „Die Gruppe ist eine eingeschworene Gemeinschaft“, sagt sie. Nicht fehlen dürfe bei jedem Auftritt ihr Lieblingstanz – in Wild-West-Manier.

Alle Gruppen trugen zum gelungenen und fröhlichen Fest bei: Die Tänzer aus Nieder-Ramstadt kamen in Baustellen-Kluft und mit Wisch- mop und bewegten sich zu französischen Klängen. Die Mitglieder der Caritas Werkstätten Fulda überzeugten durch gekonnte Choreografie und witzigen Zwergen-Kostümen.

Tanz mit Bändern zeigten die Akteure der Hainbachtaler Werkstätten Offenbach. Einen flotten Hip-Hop mit collen Sonnenbrillen präsentierten die Tänzer der Baunataler Diakonie. Und die Männer der Sozialen Förderstätten Bad Hersfeld wurden für ihre Interpretation von Joe Cockers „You can leave your head on“ vom Publikum bestaunt und bejubelt.

Von Sandra Rose

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