Schindehütte-Kunstwerk für Hofgeismar

Riesenbilder für den Kopf

Gesamtkonzept: Die Gestaltung der Glashalle der Hofgeimsarer Albert-Schweitzer-Schule mit einem Schindehütte-Bild wurde schon beim Umbau eingeplant. Fotos:Thiele

Hofgeismar/Schauenburg. Wenn in die gewaltige mehrstöckige Glashalle des Schulzentrums Hessencampus in Hofgeismar ein Kunstwerk einzieht, kann es keine Kleinigkeit sein – so wurde Albert Schindehütte (Hamburg/Schauenburg) beauftragt, der seit 1994 die größten Holzschnitte der Welt fertigt und hier das Dutzend der Superbilder voll machen sollte. Nun wurde das 3,80 mal drei Meter große Werk, eine Kombination aus zwei Drucken und den zugehörigen Druckstöcken, übergeben.

Es beeindruckt die Besucher nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine Kraft. Mit seinen Märchenbildern zeige Schindehüte eine besondere Verbundenheit mit der Region, sagte Professor Dr. Bernd Küster, Direktor der museumslandschaft hessen kassel (mhk). Die Märchenbilder kämen ohne Worte aus, „weil wir alle sie kennen“.

„Die Bilder kommen ohne Worte aus, weil wir alle sie kennen.“

Prof. Dr. Bernd Küster, Direktor mhk, über die Märchenbilder

Das Wandbild „Dyptichon der Märchenbrüder“ (Dyptichon heißt geteiltes Bild, oft für kirchliche Zwecke) stellt ein Porträt der Brüder Grimm dar, die von Fabelgestalten umgeben sind und scheinbar selbst dazu werden. Grimm- Märchen seien weltweit bekannt und dadurch ein einheitsstiftendes Kulturgut und zugleich eine Basis unserer Nation, wie Küster sagte.

Das Bild in der Glashalle der ASS sei Schindehüttes souveräne Hommage an die Märchen und ihre Einzigartigkeit. Zu der anfänglichen Rätselhaftigkeit der dargestellten Figuren sagte Küster: „Unsere Fantasie liebt es, angestoßen zu werden und sich eigene Märchen auszudenken“. Ein großartiges Produkt dieser Fantasie sei nun auf Dauer in der ASS zu finden.

An vielen Stellen im Kreis

Landrat Uwe Schmidt bekannte seine Begeisterung für die Werke Schindehüttes, der aus Kassel stammt und im heutigen Schauenburger Ortsteil Breitenbach aufwuchs, wo auch die Märchenwache mit einigen seiner Holzschnitte ausgestaltet wurde. Im Kreis Kassel seien bereits an vielen Stellen Kunstwerke Schindehüttes zu sehen – und nachdem in der Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen ein Riesenholzschnitt installiert wurde, sollte der Hessencampus in Hofgeismar nach dem Um- und Neubau ebenfalls damit ausgestattet werden. Über die Kosten wurden keine Angaben gemacht - sie waren bereits im Schulbauprojekt einkalkuliert. (tty)

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