Uwe Schmidt (SPD) und Patrick Weilbach (CDU) kandidieren für den Posten des Landrats

Ring frei für den Wahlkampf

Treten 2015 gegeneinander an: Landrat Uwe Schmidt (SPD, links) und Patrick Weilbach (CDU) möchten als Landrat die Geschicke des Landkreises Kassel lenken. Montage: Jordan / Fotos: Malmus

Kreis Kassel. Am 25. Januar 2015 können 194 000 Männer und Frauen im Landkreis Kassel ihren Landrat für die kommenden sechs Jahre wählen. Für den amtierenden Landrat Uwe Schmidt (SPD) und seinen Kontrahenten Patrick Weilbach (CDU) hat der Wahlkampf bereits begonnen.

„Die heiße Wahlkampfphase wird aber sicherlich erst in zeitlicher Nähe zum Wahltermin starten“, so Schmidt. Der 60-Jährige aus Helsa glaubt, gut vorbereitet zu sein und setzt auf seine Erfahrung: „Es ist ja nicht der erste Wahlkampf, den ich bestreite und auch nicht die erste Landrats-Direktwahl für die SPD im Kreis Kassel.“ Unterstützt wird er von einem 15-köpfigen Wahlkampfteam.

Schon mittendrin im Wahlkampf ist auch Weilbach. „Die heiße Phase wird nach den Weihnachtsfeiertagen beginnen, obwohl die derzeitige Anzahl der Aktivitäten sich schon heiß anfühlt“, sagt der 27-Jährige. Unterstützung bekommt der Christdemokrat aus Baunatal von den sechs Mitgliedern seines Wahlkampfteams.

Im Mittelpunkt seines Programms stehen Themen wie die „desolate finanzielle Lage“ des Landkreises, „die Belastung der Bürger durch den Höchstsatz der Kreisumlage bei den Kommunen“ sowie „die Chancen unserer Region“. Brachliegende Potenziale wie Wachstumseffekte und Tourismus müssten genutzt werden, fordert der Baunataler Stadtverordnete. Zudem wirft er dem amtierenden Landrat Schmidt „Fehlentscheidungen bei der Gesundheit Nordhessen Holding und der EAM“ vor. Diese werde er auch thematisieren.

Sozialdemokrat Schmidt will besonders die „hervorragende Lebensqualität im Landkreis Kassel“ betonen. „Gute Bildung, tolle Natur und schnelles Internet“, bringt Schmidt seine Themen auf den Punkt. Die „bundesweit beispielhafte Qualität unseres Bildungsangebots“ werde ebenso thematisiert wie „die gute Infrastruktur und das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement in den Kommunen im Landkreis bis hin zu unseren Initiativen für soziale Sicherheit für die Bürger“.

Für beide Kandidaten steht der demografische Wandel im Fokus. Schmidt will sich darauf konzentrieren, „die Menschen dafür zu begeistern, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern aktiv die Chancen und Möglichkeiten für einen liebenswerten und solidarischen Landkreis zu nutzen“.

Weilbach liegt vor allem eine zukunftssichere ärztliche Versorgung in allen Städten und Gemeinden des Landkreises am Herzen. „Aufgrund der Altersstruktur der praktizierenden Ärzte ist absehbar, dass es sehr schwer wird, die Zahl der Praxen auf dem heutigen Stand zu halten“, so der ausgebildete Ökonom. Daher setze er sich dafür ein, einen Maßnahmenkatalog zu erstellen, der das Anwerben junger Ärzte in der Region sicherstelle.

Zu einem direkten Schlagabtausch zwischen den beiden Kandidaten kommt es bei einem HNA-Lesertreff am 15. Januar 2015 ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Vellmar-Frommershausen. Prominente Wahlkampf-Unterstützung erhält Schmidt von den im Landkreis wohnenden Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten. Ansonsten setzt er ganz auf sich: „Bei der Landratswahl stehen die kandidierenden Personen und ihr Programm im Mittelpunkt.“ Weilbach kann auf Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der am 14. Januar Baunatal besuchen wird, und weitere prominente Unterstützer setzen.

Während der Baunataler seine Wähler mit dem Motto „Chancen geben, Chancen nutzen“ ansprechen will, setzt Schmidt auf Altbewährtes: „Bei der letzten Wahl gab es den Slogan: ,Landrat: Schmidt‘. Ich glaube, dass wir jetzt den Doppelpunkt weglassen können.“

Von Nicole Schippers

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