Ringen um Hochwasserschutz in Kirchbauna und Guntershausen

Idyllisch: Die Bauna in Guntershausen. Nach Starkregen kann der Bach aber zum reißenden Gewässer werden. Dagegen sollen hier und in Kirchbauna lokale Schutzeinrichtungen wirken. Fotos: Kühling

Baunatal/Schauenburg. In Kirchbauna und Guntershausen fließt die Bauna mitten durch den Ort. Das hat in den Jahrhunderten immer wieder dazu geführt, dass nach starkem Regen zahlreiche Häuser und Grundstücke voll Wasser liefen.

Mit kleineren Wällen, Mauern und durch Anheben und Absenken der Uferbereiche in den Dörfern will der Verband für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz Baunatal/Schauenburg den Fluten nun endgültig einen Riegel vorschieben. Doch die Verhandlungen mit den privaten Grundstückseigentümer gestalten sich schwierig. Seit einem Jahr laufen diese bereits.

Einige Grundstücke sollen abgesenkt werden, damit sie Überflutungsflächen für die über die Ufer tretende Bauna bieten. Andere sollen hingegen erhöht und sogar mit Schutzwällen und Mauern ausgestattet werden, damit das Wasser nicht weiter kommt. Dazu seien zahlreiche Gespräche mit den Eigentümern notwendig, erläutert Horst Brixel, technischer Leiter des Hochwasserverbandes. Mit einigen sei bereits gesprochen worden, sagt er, „mit anderen noch nicht“.

„Das ist ein sensibler Bereich“, räumt Brixel ein. „Wir wollen aber auf jeden Fall gemeinsam mit den Anliegern was schaffen.“ Bis Ende des Jahres, so hofft der Geschäftsführer, will sich der Verband mit den Bewohnern einig sein. In den nächsten drei Jahren sollen die Pläne schließlich umgesetzt werden.

Ab 2014 soll sich daran der Bau des letzten großen Rückhaltebeckens im Schutzprogramm beider Kommunen anschließen. Zwischen Hauptfriedhof, Kirchbaunaer und Hunsrückstraße soll ein Rückhaltebecken entstehen, das im Ernstfall 100.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen kann.

Von Sven Kühling

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