Ringer ringen um neuen Vorstand

Will den Vorsitz abgeben: Mirco Sippel. Foto: zds/nh

Schauenburg. Mit einem Debakel endete die Jahreshauptversammlung des RSV Elgershausen. Nachdem der bisherige erste Vorsitzende des RSV, Mirco Sippel nicht mehr für das Amt kandidierte, blieb die Suche unter den anwesenden Vereinsmitlgiedern erfolglos.

Während der Versammlung standen Wahlen des kompletten Vorstandes an. Doch dazu kam es dann nicht, weil kein Kandidat für den Vorsitz gefunden wurde.

Nach den Vorgaben des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bleibt damit der zuletzt gewählte Vorstand im Amt und hat die Aufgabe in einer angemessenen Zeit eine weitere Mitgliederversammlung einzuberufen, bei der erneut der Versuch gemacht werden muss einen ersten Vorsitzenden zu wählen.

Im Vorfeld der ergebnislosen Wahl erläuterten die Vorstandsmitglieder, dass zwar im sportlichen Bereich gute Leistungen zu verzeichnen seien. Bei den ehrenamtlichen Helfern, die nicht nur für die Organisation der Heimkämpfe notwendig seien, sondern auch zur Entlastung des Vorstandes erforderlich seien, fehle die Unterstützung fast komplett. Somit liege nicht nur die Verantwortung, sondern auch die überwiegende organisatorische Arbeit auf den Schultern des Vorstandes. Dies sei nicht hinnehmbar und auch nicht akzeptabel, so der Tenor des Vorstandes. Wenn es mit dem Ringen in Elgershausen erfolgreich weitergehen soll, müsse die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden. Ohne Ehrenamtliche Unterstützung bei der Organisation der Veranstaltungen könne der Vorstand die Arbeit nicht mehr leisten und man müsse überlegen, ob das Ringen in Elgershausen noch eine Zukunft habe, betonte der Vorstand geschlossen.

„Wir hoffen nicht nur in der nächsten Versammlung einen ersten Vorsitzenden zu finden, sondern auch eine akzeptable Anzahl an freiwilligen Helfern, die den Vorstand bei seinen vielfältigen Arbeiten unterstützen“, machte der zweiter Vorsitzender Tino Schaub seine Hoffung deutlich.

Maßlos enttäuscht zeigte sich das Ehrenmitglied des RSV, Konrad Ohlwein, der von der Versammlung zum Wahlleiter gewählt worden war. „Es ist nicht nur eine Schande, sondern auch sehr Blamabel für uns alle, dass das Ringen in Elgershausen nach 92 Jahren in einer solchen Krise ist“, sagte er.

Neben der fehlenden Unterstützung im Verein nannte Mirco Sippel im Gespräch mit der HNA noch berufliche Gründe, warum er nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidiere. (zds/nh/sok)

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