Evangelisches Altenhilfezentrum Ahnatal feierte Grillfest – 100 Bewohner, Angehörige und Gäste dabei

Ringewerfen machte Senioren Spaß

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Gut gezielt: Gertraud Herwig (rechts) hatte zusammen mit Annette Humburg, Leiterin des Altenhilfezentrums, Spaß beim Ringewerfen.

Ahnatal. Nachdem das Sommerfest des Evangelischen Altenhilfezentrums Ahnatal aufgrund von Regen buchstäblich ins Wasser gefallen war, feierten am Wochenende 100 Bewohner, Angehörige und Gäste ein nachträgliches Grillfest bei spätsommerlichen Temperaturen.

Pfarrer Lothar Fiege hatte zusammen mit der Pianistin Monika Pristl einen Gottesdienst als Einstimmung zum Fest zelebriert.

Im Anschluss stand das eigentliche Grillfest an, das unter dem Motto „Bewegung aktiv erleben“ ausgerichtet wurde. „Wir legen bei unserer Arbeit sehr viel Wert auf Bewegung, deshalb wollten wir die Idee auch auf unserem Grillfest umsetzen“, erklärte Annette Humburg, Leiterin des Evangelischen Altenhilfezentrums Ahnatal.

Mehrere Stationen

Die Senioren konnten sich an verschiedenen Stationen sportlich betätigen. Beim Ringe- und Dosenwerfen ging es um Geschicklichkeit und beim Tennisballgolfen um Konzentration. Der eigentliche Höhepunkt für die Bewohner und Gäste war das Melken einer lebensgroßen Kuh. Die Kunststoffkuh, die einen mit Wasser gefüllten Euter und melkbare Zitzen besaß, erinnerte viele Senioren an frühere Zeiten. „Nach dem Krieg ist uns eine einzige Kuh übrig geblieben, die Liese hieß. Ich habe das Tier geliebt und entsprechend ist das Melken nach so vielen Jahren eine schöne Erinnerung“, schwärmte Marie-Luise Baumann, nachdem sie auf dem Melkschemel Platz genommen hatte. Die Mitarbeiter der Altenhilfe richteten zudem einen Wettstreit im Kuhmelken aus.

Am Abend wurde Gegrilltes serviert. Für Uwe Scholz, der für das Grillen zuständig war, stand hinter dem Essen ein psychologischer Effekt. „Wir haben viele Bewohner, denen wir das Essen zuführen müssen. Doch wenn sie das frisch Gegrillte riechen, erinnern sie sich an früher und essen plötzlich wieder selbstständig“, beschrieb Scholz das auftretende Phänomen bei einigen der 56 Bewohnern der Altenhilfe.

Wichtige Erinnerungen

Solche Erinnerungen seien ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, meinte auch Humburg. Daher sei die Kombination zwischen Erinnerung und Bewegung eine geglückte Mischung. (ptk)

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