Stiftskirche und gemeindliche Betreuung von Grundschulkindern profitieren von 10 000 Euro-Spende

Rotarier schütten ihr Füllhorn aus

Strahlende Gesichter: Dekanin Carmen Jelinek (links, mit Glasmodell der Stiftskirche) und Bürgermeister Armin Roß (rechts) freuen sich über die großzügige Spende, die Corina Lesny-Kugel, die frühere Präsidentin des Rotary-Clubs Kaufungen-Lossetal, symbolisch überreichte. Foto: Dilling

Kaufungen. Kindergärten und Schulen auf der einen Seite, die Stiftskirche auf der anderen. Beides scheint auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Doch tatsächlich sind sie wichtige Faktoren für die Zukunft Kaufungens: Die Stiftskirche zieht als kulturelles und spirituelles Highlight Touristen in die Gemeinde. Und eine gut funktionierende Kinderbetreuung ist die Voraussetzung dafür, dass sich trotz des demografischen Wandels junge Familien hier ansiedeln.

Daran mag der Rotary-Club Kaufungen-Lossetal gedacht haben, als er entschied, 10 000 Euro zu gleichen Teilen für die gemeindliche Betreuung von Grundschulkindern und für die Innensanierung der Stiftskirche zu spenden. Die bis vor kurzem amtierende Präsidenten des Service-Clubs, Corina Lesny-Kugel, überreichte das Geld am Montagabend während des turnusmäßigen Treffens der Rotarier im Restaurant „Tresor“ in Oberkaufungen.

Das Geld haben die Rotarier einer zündenden Idee der Fördergemeinschaft Rotary Kaufungen-Lossetal zu verdanken. Diese hatte nämlich anlässlich der 1000-Jahr-Feier Kaufungens das Rotary Orchester Deutschland im April in die Stiftkirche geholt, wo die 80 Musiker, Rotarier und ihre Angehörigen, unter Leitung seines Chefdirigenten Rasmus Baumann vor großem Publikum sinfonische Werke der Klassik und Romantik sowie Beethovens Egmont-Ouvertüre spielten.

Die Gemeinde Kaufungen kann das Geld gut für den Ausbau der Betreuung von Grundschulkindern gebrauchen. Denn Bürgermeister Arnim Roß (SPD) hat gerade eine Warteliste mit 30 Kindern abgearbeitet, die ab August zusätzlich eine Nachmittagsbetreuung benötigen. Dafür hat die Gemeinde in Kooperation mit dem Landkreis eine dritte Gruppe eingerichtet.

Grund zur Freude hatte auch Dekanin Carmen Jelinek, die bei der jahrelangen Sanierung der Stiftskirche mit jedem Euro rechnen muss. Die 5000 Euro, die für die Restaurierung der momentan kaum sichtbaren Wandmalerei „Der Zug der Könige“ bestimmt sind, kann Jelinek gut gebrauchen.

Nach dem Sanierungsfahrplan des Dekanats wird das Geld wohl aber nicht mehr dieses Jahr ausgegeben. Denn erstmal soll der Turm repariert werden. Danach steht das Kirchendach auf dem Programm.

Schließung nötig

Für die Innensanierung muss das Gotteshaus komplett geschlossen werden. Das wird voraussichtlich erst ab dem übernächsten Jahr der Fall sein.

Von Peter Dilling

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