Mädchen lernen, wie sie sich behaupten und im Notfall verteidigen können

Rote Ampel für Angreifer

Hand drauf: Gut gepolstert üben Katharina (vorne links) und Annalena (vorne rechts) den Kniestoß. Foto: Laumann

niestetal. Annalena spannt ihre Muskeln an. Mit beiden Augen fixiert sie das gelbe Polster in Katharinas Hand. Sie reißt ihr rechtes Knie hoch. Es prallt mit voller Wucht gegen den Schaumstoff. „Und noch einmal“, ruft Anette Messing ihr und den anderen Mädchen in der Niestetaler Mehrzweckhalle zu. Was die Acht- bis Zwölfjährigen hier trainieren, soll im Notfall Angreifer in die Flucht schlagen.

„Nicht mit mir“ heißt der zweitägige Kurs in Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Ein Angebot, das zum Ferienprogramm des Niestetaler Jugendclubs „Come In“ gehört. Die lizensierte Selbstverteidigungstrainerin Anette Messing und ihre Kollegin Elke Schöppe (beide Jugendpflege Niestetal) bringen den 17 Mädchen aber mehr als Handgriffe bei. „Die Selbstverteidigungstechniken sind einfach und wirkungsvoll. Sie sollten aber erst eingesetzt werden, wenn alle anderen anderen Dinge vorher versagt haben“, sagt Messing.

Das Programm „Nicht mit mir“ setzt auf die Ampelfarben. Bei Grün geht es um die Vorbeugung. Um Fragen wie: Was ist Gewalt und wie vermeide ich sie? Orange steht für die Selbstbehauptung. Die Mädchen lernen in Stimmübungen lautstark Nein zu sagen, zu schreien und selbstbewusst aufzutreten. Rot ist die letzte Stufe, die Selbstverteidigung: „Die soll aber nur eingesetzt werden, wenn es richtig gefährlich ist.“

Von Anke Laumann

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