Schulen versüßten Neulingen und ihren Eltern den ersten Schultag mit Feiern

Rote Rosen zur Einschulung

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Manegenduft in der Schulturnhalle: Die Viertklässler empfingen die ABC-Schützen in Elgershausen mit Gesang, Jonglage und Artistik. Due verwirklichst deinen Traum, wenn Du dich nur anstrengst, so lautete die Botschaft.

Baunatal/Schauenburg. Tobias Weirich (6) schaut ernst drein und ziemlich skeptisch. Unterwegs zur Schule hat ihm seine Mutter Anja die Tücken des Schulwegs erklärt.

Den ungewohnten großen Schulranzen hat Tobias vor sich auf den Boden der Schulturnhalle gestellt, wie die übrigen 31 Kinder, für die gestern der erste Schultag – und ein bisschen der Ernst des Lebens – begann.

Wie in vielen Schulen der Region Baunatal-Schauenburg versüßten Lehrer und ältere Mitschüler den Neulingen und ihren Eltern den ersten Tag mit einer Feier. In Elgershausen war das eine zirkusreife Vorführung von Projektschülern mit Jonglage, Artistik, Gesang, mit einem Gang über das Nagelbrett und ein Glasscherbenbeet.

Schulleiterin Anette Diethold-Kleim sprach von Leistungsbereitschaft und Fleiß, die genauso wichtig seien wie der Spaß am Lernen. Das waren ungewohnte Worte für ehemalige Kita-Kinder.

Einschulungen in Baunatal und Schauenburg

Begrüßungsgeschenk in der EKS: Liana Hirsch (13, mit Schal) reicht ihrem Schützling Tina Edelmann (10) eine rote Rose.

In der Grundschule Elgershausen nehmen ältere Schüler als Paten die Frischlinge an die Hand, um ihnen die Orientierung auf dem fremden Terrain zu erleichtern. An der Erich-Kästner-Gesamtschule (EKS) in Baunatal heißen diese Lotsen Buddies. Die Mitschüler in ihren roten T-Shirts begrüßten die 71 neuen Fünftklässler mit Rosen. „Wir schlichten beispielsweise Streit, da kennen wir uns besser als die Lehrer aus“, sagt Liana Hirsch (13), die zum ersten Mal Schülerpate ist. Ihr Kollege Tobias Wolf aus der Klasse 9a macht bei den Buddies mit, „weil ich gern mit Kindern arbeite. Außerdem will ich später zur Polizei. Da nutzt mir die Erfahrung.“

Stufenleiterin Meike Erbarth-Fischer warb während der Feier um die Mitarbeit der Eltern. Die sollten nicht Nachhilfelehrer spielen, aber aktiv am Schulleben mitarbeiten.

Schulleiter Dieter Ernst freut sich, dass dieses Jahr mit 71 ein Drittel mehr Schüler als 2011 an der EKS eingeschult werden.

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