Zufrieden mit Espenauer Kulturtagen - „Rocken bitte!“ bleibt Sorgenkind

Espenau. Der rote Teppich für 86,40 Euro, den der Kulturverein dieses Jahr vor jeder der Veranstaltungen am Eingang des Wickehofes ausrollen ließ, ist Programm: Die Veranstalter der Espenauer Kulturtage heben finanziell nicht ab, legen aber Wert auf Atmosphäre, in der sich Künstler und Publikum wohlfühlen.

„Dieses Jahr lief richtig gut“, freute sich denn auch Kulturvereinsvorsitzender Michael Wielert bei der Vorstellung der Festivalbilanz. Musste man im vergangenen Jahr etwas drauflegen, kommt man dieses Mal mit dem Etat von rund 22 000 Euro aus - was auch der vielen ehrenamtlichen Arbeit geschuldet ist.

1500 Besucher

1500 Besucher kamen zu den 13 Abendveranstaltungen, 1300 Tickets waren im vergangenen Jahr für elf Programmpunkte verkauft worden. Drei Veranstaltungen im knapp 140 Besucher fassenden Gemeindezentrum Wickehof waren in diesem Jahr ausverkauft, aber auch alle anderen lagen laut Wielert „im dreistelligen Bereich“. Das zeige, dass nicht mehr allein die regionalen Künstler die Zugpferde seien. „Wir merken, dass es in der Breite mehr geworden ist.“

„Es wird im nächsten Jahr wieder einige exotische Sachen geben.“

Michael Wielert, Kulturverein

Zufrieden ist Wielert mit der Premiere der Jazz-Battle im Waldhotel Schäferberg, zu der 120 Fans kamen, aber auch mit den zwei mittelalterlichen Aufführungen in der evangelischen Kirche in Mönchehof, zu denen 153 Gäste kamen.

Aber es gibt auch Sorgenkinder. Dazu zählt in erster Linie das Open-Air-Festival „Rocken bitte!“ im Steinbruch, das schon seit einigen Jahren wegen des Zuschauerschwunds auf der Kippe steht - schlägt es doch allein mit 5000 Euro Kosten als teuerster Posten der Espenauer Kulturtage zu Buche. Zur Punk-Rock-Veranstaltung fanden nur noch 180 Fans den Weg, in Spitzenzeiten waren es mal 700. Auch das Eröffnungsfest wurde nicht so besucht wie erhofft, verschlang aber laut Wielert 1200 bis 1300 Euro.

Gebastelt wird schon am Programm für 2013, in dem der Kulturverein sein zehnjähriges Bestehen feiert. Gebucht sind schon das Mariendorfer Damenquartett, Hinz und Kunz mit ihrer Musik-Comedy sowie Marius Jung und Till Kersting. Fest steht laut Wielert: „Es wird auch wieder einige exotische Sachen geben.“

Von Stefan Wewetzer

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