Defizit von 1,87 Millionen Euro wird erwartet

Rote Zahlen auch im Haushalt 2012

Fuldatal. In tiefroten Zahlen steckt die Gemeinde Fuldatal auch 2012. Dies wird im Haushaltentwurf deutlich, den Bürgermeisterin Anne Werderich (FDP) in der jüngsten Parlamentssitzung vorlegte. So weist der Haushalt ein Defizit von 1,87 Millionen Euro aus. Denn Erträgen von 17,24 Millionen stehen Aufwendungen über 19,11 Millionen Euro entgegen.

Um die Finanzen in den Griff zu bekommen, wurde ein Haushaltssicherungskonzept erstellt. Danach wurde der Hebesatz für die Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Flächen und Gebäude erhöht. Die Grundsteuer A für landwirtschaftlich genutzte Flächen und der Hebesatz für die Gewerbesteuer blieben gleich, meinte Werderich.

Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer ist eine Haupteinnahmequelle. Für 2012 wird mit einer Erhöhung um 190 000 Euro auf dann 4,3 Millionen Euro gerechnet. Die Schlüsselzuweisungen steigen um 853 530 Euro auf über 3,65 Millionen Euro. Bei der Gewerbesteuer kalkuliert die Gemeinde vorsichtig. Wie 2011 rechnet sie mit Einnahmen von 1,8 Millionen Euro. Und das, obwohl das Land eine Steigerung um acht Prozent voraussage, meinte Werderich.

Die dicksten Brocken bei den Ausgaben sind die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen mit einem Volumen von 3,36 Millionen Euro, die Kreis- und Schulumlage (5,9 Millionen Euro) sowie die Personalkosten (5,7 Millionen Euro). Negativ wirken sich die Zuschüsse für das Waldschwimmbad (435 394 Euro) und das Bestattungswesen (257 932 Euro) aus.

Investiert wird die Summe von 4,5 Millionen Euro. Darin enthalten die Kosten für Straßenbau und Abwasserbeseitigung des Gewerbeparks Fritz-Erler-Anlage in Rothwesten mit 1,8 Millionen Euro. Geld fließt auch in den Kanalbau im Bereich Mühlenweg/Weserstraße (400 000 Euro) und den Bereich Steile Gasse/Buchenhain (350 000 Euro). Und dann schlägt mit 1,85 Millionen Euro auch noch die Zahlung an die DSK zu Buche, um das Baugebiet „Auf dem Hasenstock“ abzulösen. (mic)

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