Rotoren sollen Silvester laufen

Bauarbeiten für Windräder bei Niestetal und Söhrewald haben begonnen

Wind liefert Strom: Beim Blick in den Himmel wird man ab dem Winter auf dem Warpel in der Söhre sowie auf der Schanze bei Niestetal solche Rotoren sehen. Foto: dpa

Niestetal / Söhrewald. 37 Millionen Euro investieren die Städtischen Werke in Windkraft in der Söhre und bei Niestetal sowie Fotovoltaik am Sandershäuser Berg.

Für den Bau der Windkraftanlagen an der Schanze bei Niestetal und auf dem Warpel bei Söhrewald ist der Startschuss nun fast zeitgleich gefallen: Am Warpel hat die Firma Giebel-Bau aus Eiterfeld bei Fulda mit den Tiefbauarbeiten für die Fundamente der Windkrafttürme begonnen, an der Schanze sind Bagger der Kasseler Firma Emmeluth im Einsatz.

Schon am Jahresende sollen sich die Rotoren in luftiger Höhe drehen und Strom liefern. „Silvester wollen wir den Schalter umlegen“, sagte Lars Rotzsche, Projektleiter der Städtischen Werke, gestern während des symbolischen Spatenstichs mit Werke-Vorstand Dr. Thorsten Ebert und Vertretern der Gemeinden Söhrewald, Fuldabrück und Lohfelden.

Strom für 12.800 Haushalte

Fünf Windkraftanlagen mit je drei Megawatt elektrischer Leistung werden auf dem Warpel gebaut, auf der Schanze sind es zwei Windräder mit der gleichen Leistung. Insgesamt können sie laut Rotzsche 12.800 Haushalte mit Strom versorgen. Der elektrische Ertrag der Windräder werde mithilfe eines 30-Kilovolt-Erdkabels über eine Distanz von sieben Kilometern bis zum Umspannwerk der Werke am Kraftwerk Neue Mühle transportiert, sagte der Planungsingenieur. Dabei muss das Kabel im Flussbett der Fulda in einem sogenannten Düker verlegt werden. Ab Mitte Oktober sollen die Türme der Anlagen montiert werden. Für deren Transport werden vorhandene drei Meter breite Forstwege um einen Meter verbreitert. Die beiden Windkraftanlagen und der Sonnenkraft-Park am Sandershäuser Berg würden unter dem Dach einer Projektgesellschaft betrieben, sagte Rotzsche. An dieser können sich die Energiegenossenschaften Söhre, Niestetal, Kassel und Kaufungen finanziell beteiligen, sobald die Windkraftanlagen in Betrieb gegangen sind.

Laut Rotzsche hat Hessen-Forst die Flächen für die Windkraftanlagen auf 25 Jahre an die Werke verpachtet. Mit diesem Zeitrahmen werde die mutmaßliche Betriebsdauer der Anlage abgedeckt. Die Windausbeute am Warpel werde vermutlich höher sein, als man vorher erwartet habe. Das legten zumindest die Daten des Windmessturms nahe, der ein Jahr lang die Winde am Warpel gemessen hat. Nach einer teilweisen Auswertung könne man wohl mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 6,5 Meter pro Sekunde rechnen, sagte Rotzsche.

Von Peter Dilling

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