Nach HNA-Informationen

Rudolph Logistik schafft über 800 neue Stellen

Baunatal. Die Rudolph Logistik Gruppe will im kommenden Jahr europaweit über 800 neue Arbeitsplätze schaffen. Das berichtete Dr. Torsten Rudolph, geschäftsführender Gesellschafter des Kirchbaunaer Unternehmens, jetzt im Gespräch mit der HNA.

Der Logistik-Dienstleister wächst damit auf eine Gesamtmitarbeiterzahl von rund 3000.

Die neuen Arbeitsplätze entstehen laut Rudolph allerdings nicht in Nordhessen, wo der Betrieb seit 1946 seinen Stammsitz hat. Etwa 150 feste Stellen sollen in Wolfsburg, 300 an bayerischen Standorten und 400 in Ungarn eingerichtet werden, so der Unternehmer. Bei allen Stellen handele es sich um feste Verträge, ergänzte Marketingleiterin Kirsten Kanne. „Wir wollen international unser Geschäft weiter ausbauen“, betonte Torsten Rudolph. Der Logistiker sieht Chancen insbesondere in der Nähe neuer Automobilwerke in Amerika, Indien und China. „Wir müssen gucken, wo neue Fabriken entstehen“, sagte Rudolph.

Für das inzwischen weltweit agierende Familienunternehmen, das vor genau 66 Jahren in Guntershausen gegründet wurde, ist die Autobranche wichtigstes Standbein. Rudolph betreibt etwa Lager von Volkswagen und Mercedes in Kassel, von VW in Volkmarsen sowie von Ford und VW in Dubai. In diesem Jahr baute die Firma zudem das Classic-Parts-Center von VW in Wabern auf.

Aktualisiert um 17:34 Uhr

780.000 Quadratmeter Lagerfläche bewirtschaftet die Rudolph Logistik Gruppe in Deutschland, Europa und in Dubai. Auf der Arabischen Halbinsel ist die Baunataler Firma für Ford und Volkswagen tätig. Die größte Einzelimmobilie ist laut Dr. Torsten Rudolph, gesellschaftender Geschäftsführer, das Nachschublager für das Baunataler Original-Teile-Center (OTC) von VW in Volkmarsen. 50.000 Quadratmeter Hallenfläche sind dort seit Frühjahr 2012 mit Teilen bestückt. Nach eigenen Angaben verzeichnete die Firma 2011 einen Jahresumsatz von 205 Millionen Euro.

Rudolph bietet heute mehr denn je Logistiklösungen für Firmen an. Die Gruppe mit 36 Standorten baut nicht nur Lager und Lagersysteme auf, sie bewirtschaftet diese auf Wunsch der Kunden auch. Beispiel: Das BMW-Werk in Leipzig. Jedes Teil, das dort bewegt wird, werde von Rudolph-Mitarbeitern bewegt, sagt der Firmenchef. Genauso verhalte es sich im Mini-Werk im englischen Oxford. Die klassische Transportsparte mit den vielen mit Rudolph-Schriftzug bedruckten Lkw mache nur noch einen Anteil von knapp 40 Prozent am Umsatz aus, erläuterte der 41-Jährige. Weil das Geschäft nicht mehr profitabel gewesen sei, habe man sich 2005 entschlossen, Teile des klassischen Transportgeschäftes abzugeben. Heute sei nur ein Viertel aller Rudolph-Lkw im Firmenbesitz, sagt der Gesellschafter. Der Rest werde von Subunternehmern betrieben. Dennoch wolle man aus Tradition an diesem Geschäftsfeld festhalten. „Das ist ein Standbein, das wir nicht einfach abgeben wollen.“ Nicht nur in der Autoindustrie tummelt sich das Baunataler Unternehmen. Ebenso bei allerhand bekannten Konsumgütern haben die Mitarbeiter ihre Hände im Spiel. Für die Ketchup-Firma Heinz, für Alnatura und Hipp. Rudolph: „Jedes Hipp-Babygläschen haben wir in der Hand gehabt.“ Auch das Zentrallager für „die guten Dinge“ von Manufactum in Gudensberg wird seit 2009 von der Firma bedient. Logistik – da fühlt sich Rudolph sichtlich wohl. Der Firmenchef sagt: „Da, wo wir uns bewegen, wollen wir auch bleiben.“ (sok)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.