Ahnataler Turmtheater bekam viel Applaus für kuriose Sketche

Rückenschwimmer sehen mehr von der Welt

Schachmatt: Christoph Keil zeigte beim Schachspiel seinen wahren Charakter und musste sich Regina Engel geschlagen geben. Foto: Schilling

Ahnatal. Nein, an die Nordsee will sie nicht. „Wenn die da zweimal am Tag das Wasser ablassen, das ist nichts für mich“, stellte Erdmute Gerk am Wochenende resolut fest und fragte ein ums andere Mal: „Haben sie nicht was anderes?“ Damit raubte sie Regina Engel den letzten Nerv und brachte das Publikum ordentlich zum Lachen.

Mit der Szene in einem Reisebüro begann die Aufführung des Ahnataler Turmtheaters. Unter dem Titel „Moment Mal!?“ brachten die Hobby-Schauspieler an drei Abenden hintereinander kuriose Alltagssituationen auf die Bühne, sehr zur Freude des Publikums in Heckershausen, am Kammerberg und in Weimar.

Das konnte mit Hugo (Helmut Matthey) mitfühlen, dessen romantische Anwandlungen von Ehefrau Trudi (Petra Hubenthal-Schmidt) und einem Wollhemdchen im Keim erstickt wurden. Auch Christoph Keil zog im Kampf der Geschlechter den Kürzeren. Beim Schach wollte er Regina Engels Charakter auf die Probe stellen und zeigte schnell eigene Charakterschwächen. „Sie nehmen mir ja alle Figuren weg“, rief er erbost und musste sich geschlagen geben.

Herausforderungen ganz anderer Art warteten auf Ewald Griesel, der sich als Moderator mit Interviewpartnern aus Sport und Pop-Branche plagte und manch eigenwillige Antwort bekam. So auf die Frage, warum jemand von Brust- auf Rückenschwimmen wechselt. „Weil man da mehr von der Welt sieht“.

Die Frage, warum die Blume zwischen ihnen wohl so traurig ist, beschäftigte Pfarrer Lothar Fiege und Klaus Schreiber. „Vielleicht narrt sie uns ja nur“, unterstellte Schreiber der Pflanze niedrige Beweggründe. Doch bevor die Herren sich ernstlich streiten konnten, wurden sie zur Gruppentherapie gerufen. Mit einem Gastauftritt war Lisa Rickert mit dabei und überzeugte als erst junge und dann alte Frau, deren Wünsche sich nicht erfüllt haben.

Sehr zur Freude der Laiendarsteller und Spielleiterin Christine Thorbrügge spendete das Publikum am Ende nicht nur reichlich Applaus sondern auch Geld für die kirchliche Arbeit. Insgesamt kamen 850 Euro zusammen. (pmi)

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