SPD kürte ihren Landtagsabgeordneten mit Spitzenergebnis zum Wahlkandidaten

Rückenwind für Gremmels

Siegerlächeln: Blumen für den Kandidaten Timon Gremmels (links) vom SPD-Unterbezirkschef Uwe Schmidt. Fotos: Dilling

Fuldabrück. Strahlendes Lächeln, gereckter Arm. So reagierte Timon Gremmels auf das Traumergebnis von über 98 Prozent Zustimmung, mit dem die Sozialdemokraten im Landtagswahlkreis Kassel-Land 2 während ihrer Delegiertenkonferenz am Freitag in Bergshausen ihn zum Kandidaten für die Landtagswahl gekürt hatten.

Für den Niestetaler votierten 77 der 78 Delegierten. Nur einer stimmte gegen ihn.

„Das gibt Rückenwind für den Wahlkampf. Ich bin sprachlos“, rief der sichtlich bewegte 37-Jährige den Genossen aus den nördlichen, südlichen und östlichen Randgemeinden Kassels zu.

Es war der erste wichtige Abstimmungserfolg für den SPD-Landtagsabgeordneten. Denn das erste Ticket für Wiesbaden hatte der Diplom-Politologe als Nachrücker von Ulrike Gottschalck erhalten, als diese im Oktober 2009 anstelle des zurückgetretenen Kandidaten Rainer Pfeffermann in den Bundestag einzog. Gegen Pfeffermann hatte Gremmels vor vier Jahren in Vellmar noch eine herbe Abstimmungsniederlage erlitten.

Die große Zustimmung für den Niestetaler zeichnete sich schon während dessen Antrittsrede ab. Als Gremmels seine Erfolge für Nordhessen als Landtagsabgeordneter aufzählte und sein bildungs- und energiepolitisches Engagement herausstrich, wurde er mehrfach von Beifall begleitet. Mit Witz und Selbstbewusstsein gewann er den Saal für sich: Es sei ja schön, dass Gastgeber Dieter Lengemann, Fuldabrücks SPD-Bürgermeister, den Saal rot illuminiert habe, sagte Gremmels. Der gelbe Vorhang gefalle ihm dagegen überhaupt nicht. „Der kommt noch dieses Jahr weg“, versprach Lengemann mit einem Grinsen.

Ziel: Bestes Ergebnis

Gremmels machte deutlich, dass ihm ein Punktsieg bei der Landtagswahl nicht reicht. „Ich will am Wahlabend das beste Erststimmenergebnis in Hessen haben“, sagte er. Die SPD werde die CDU/FDP-Regierung ablösen und dann den Kommunen mehr finanziellen Spielraum geben.

Unterbezirkschef Uwe Schmidt sagte, Gremmels habe als Landtagsabgeordneter hohe Fachkompetenz bewiesen. Er sei „kein Ultra, sondern Realo. Er macht eine tolle Arbeit“, erklärte Silvia Nolte vom Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen.

Die Delegierten wählten Manuela Strube zur Ersatzkandidatin. Die 33-jährige Chefin des SPD-Ortsvereins Kirchbauna und stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands Baunatal erhielt gut 84 Prozent Zustimmung. Die 33-Jährige ist Expertin für Arbeitsförderung.

Von Peter Dilling

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