Rund um die Uhr dienstbereit

18 Jugendliche der aus Vellmar beim Berufsfeuerwehrtag dabei

Fertig zur Abfahrt: Die Mannschaft des zweiten Fahrzeugs ist startklar.

Vellmar. Sie sind jung, sie sind fit und können den nächsten Einsatz kaum abwarten. 18 Jugendliche waren beim Berufsfeuerwehrtag der Vellmarer Wehr mit dabei.

„Der Wunsch kam von den Kindern und Jugendlichen selbst“, sagte Stadtbrandinspektor Andreas Pioch. 24 Stunden lang übernehmen die jungen Brandlöscher die Aufgaben der Berufsfeuerwehr - natürlich in gestellten Situationen.

Kaum, dass sich die Mädchen und Jungen in ihrem Schlafraum eingerichtet haben, geht auch schon der Alarm. „Tierrettung“, erklärte Betreuer Christian Heidenreich. „In den Bäumen warten Kuscheltiere darauf gerettet zu werden.“ Kaum wieder auf dem Hof der Feuerwache angekommen, wird der nächste Einsatz durch Fung vermittelt: An der Ahnatal Schule soll es brennen. Nach kurzer Zeit stellt sich der Alarm aber als Fehlalarm heraus und die Mädchen und Jungen bekommen eine kurze Verschnaufpause. „Mit dieser Veranstaltung wolle wir die Motivation der Jugendlichen auch fördern“, sagte Stadtjugendfeuerwehrwartin Stephanie Ullrich. „Die Jugendlichen koordinieren die Einsätze. Wir haben nur eine beratende Funktion und achten darauf, dass nichts passiert.“

Personensuche im Keller

Zu neun Einsätzen werden die Kids innerhalb 24 Stunden gerufen.

Darunter eine Personensuche im Keller des Vellmarer Hallenbades, ein Feuer in der Grillhütte und ein Verkehrsunfall an der alten B7 in Richtung Espenau. „An Ideen mangelt es nicht“, sagte Christian Heidenreich. Die zehnjährige Celine Schneider ließ sich selbst von einer Armverletzung nicht abhalten. „Ich bin seit drei Wochen bei der Feuerwehr und esmacht riesigen Spaß“, sagt sie. Sie ist der Funker auf dem ersten Fahrzeug und schreibt alles auf, was über Funk gesprochen wird. Der 17-jährige Janos Rosenblath gehört seit fünf Jahren zum Team der Jugendwehr in Vellmar. „In der Form, hatten wir noch nie eine Veranstaltung“, sagt er. „Wir bekommen ausgefallenere Situationen mit und haben gleichzeitig einen Einblick der Berufsfeuerwehr.“ Der Realismusfaktor verschmilzt bei den gefakten Einsätzen, sagte er. „Sobald wir im Fahrzeug sind, ist es, als ob wir zu einem richtigen Einsatz fahren.“

Von Anthoula Grigoriadou

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.