Bundesweites Anschwung-Programm: Die Gemeinde Helsa will mit Lebensqualität punkten

Ein runder Tisch für die Familien

Familienfreundlichkeit im Blick: Ute Wolfram-Liese (Mitte vorn), Martina Wagner (rechts, Eschenstruther Vereine) und Anschwung-Moderatorin Eva Lauckner (links) diskutierten mit den Teilnehmern der Zukunftskonferenz. Foto: Dilling

Helsa. Die Gemeinden im Kasseler Osten leiden unter dem demografischen Wandel, also einer älter werdenden Bevölkerung. Dem Wettbewerb um junge zuziehende Familien, die den Einwohnerschwund stoppen könnten, will sich die Gemeinde Helsa stellen. „Wir haben Alleinstellungsmerkmale, an denen wollen wir arbeiten“, sagt Ute Wolfram-Liese vom Gemeindevorstand.

Dafür ist jetzt der Startschuss mit einer Zukunftskonferenz des bundesweiten Projekts „Anschwung“ gefallen, das die Lebensqualität in der Lossegemeinde nach außen besser präsentieren und die Familienfreundlichkeit durch eine Vernetzung der Angebote steigern soll.

Der Beginn war vielversprechend: Vertreter aus 20 Vereinen, Kindertagesstätten, der Kirchen, der Eschenwaldschule und anderer Einrichtungen beschlossen in der Kita Lossespatzen, einen runden Tisch zu gründen, der in den nächsten eineinhalb Jahren Ideen entwickeln wird. Die könnten dann in der Gemeindevertretung Grundlage politischer Entscheidungen sein, sagte Bürgermeister Tilo Küthe (SPD), der ebenfalls an der Konferenz teilnahm. Eine Möglichkeit wäre, in einem Familienzentrum vielfältige Angebote für Jüngere und Ältere zu bündeln.

Diese Idee hat Angelika Hantscher von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ins Spiel gebracht; die Awo betreibt die Kindergärten in Helsa im Auftrag der Gemeinde.

Für Pfarrerin Andrea Holler aus Eschenstruth geht es darum, „Vorurteile gegen das Landleben abzubauen“. Schließlich biete Helsa viel Infrastruktur und gute Einkaufsmöglichkeiten. Probleme für Einwohner, die nicht so mobil sind, könnten abgebaut werden. Holler denkt da beispielsweise an eine Ergotherapeutin, die zu ihren Patienten ins Haus kommt.

Insgesamt sei Helsa aber schon gut aufgestellt, meint Wolfram-Liese. So gebe es beispielsweise an der Grundschule ein ganztägiges Betreuungsangebot mit Mittagstisch.(pdi)

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