Kommune Niederkaufungen eröffnet Selbsterntegarten – Noch Parzellen frei

Salat vom eigenen Acker

Der Salat wächst schon: Christine Rüther (links) und Maike Stetzka werden den Parzelleninhabern ihre bereits bepflanzten Ackerflächen übergeben. Foto: Dilling

Kaufungen. Wer nicht sät, der kann auch nicht ernten. Das weiß jeder Bauer. Doch für Interessierte, die in Niederkaufungen einmal ausprobieren wollen, wie die Bewirtschaftung eines eigenen Nutzgartens funktioniert, gilt diese Regel nicht: Das Gemüsebaukollektiv Rote Rübe der Kommune Niederkaufungen eröffnet am Samstag, 19. Mai, am Ortseingang in Richtung Kassel ab 16 Uhr auf einem 2000 Quadratmeter großen Acker zum zweiten Mal einen Selbsterntegarten.

An diesem Tag sollen 40 Parzellen von jeweils 50 Quadratmetern an die angehenden Gärtner übergeben werden. Kurzentschlossene können dann noch zum Zuge kommen, denn elf Gärtchen seien noch nicht vergeben, sagt Maike Stetzka, die Leiterin des Projekts. Mitarbeiter der Roten Rübe haben den Acker schon gepflügt, gedüngt und mit 25 Pflanzenkulturen eingesät. Der Salat wächst schon ordentlich.

Längst habe nicht mehr jeder Eigenheimbesitzer auf dem Dorf wie früher ein Gemüsegärtchen vor seinem Haus, sagt Dr. Christine Rüther von der Roten Rübe und fügt hinzu: „Das entsprechende Wissen geht verloren. Wir wollen es nun weitergeben.“ Deshalb wird Maike Stetzka die Parzellenbesitzer regelmäßig beraten. Eine Werkzeugkiste mit Gartengeräten und ein Wasserfass, das die Kommune auffüllt, helfen den angehenden Selbstversorgern beim Hacken, Unkrautjäten und Bewässern. Ein paar Bänke gibt es auch, damit sich die Nachwuchsgärtner austauschen können.

Interessenten zahlen für die Saison (Mai-Oktober) 100 Euro pro Parzelle. Dies reiche, um zwei bis drei Personen mit Gemüse zu versorgen, sagt Stetzka. „Manche entdeckten den Spaß am Gärtnern.“ Vergangenes Jahr hätten sich zwei Parzellenbesitzer später sogar einen eigenen Garten gemietet. (pdi)

Info und Kontakt: Kollektiv Rote Rübe, Maike Stetzka, Tel. 056 05/80 07 37

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