Lore Schrettner und die Louis-Spohr-Sinfonietta beim Neujahrskonzert der Chroma

Salonmusik aus Wien

Schwalbenduett: Als Solisten zogen Sopranistin Ani Yorentz sowie Tenor Paulo Paolillo vom Staatstheater Kassel mit der Louis-Spohr-Sinfonietta das Publikum des Neujahrskonzerts der Schule für Musik und Tanz Chroma in ihren Bann. Fotos: Rogge-Richter

Vellmar. Wenn inmitten eines klassischen Konzerts plötzlich Papierflugzeuge zum Takt des „Fliegermarschs“ durch die Luft sausen, die von den Streichern und Bläsern höchstpersönlich in Richtung des lachenden Publikums geworfen werden, steckt mit großer Wahrscheinlichkeit Lore Schrettner dahinter. So auch am Samstagabend beim Neujahrskonzert in der Mehrzweckhalle Frommershausen, das die Schule für Musik und Tanz Chroma in Vellmar organisiert hatte.

Die gebürtige Österreicherin führte - wie in den Jahren zuvor - als Konzertmeisterin mit viel Humor und allerlei Anekdoten zu den Kompositionen durch die gelungene Abendveranstaltung, die von der Louis-Spohr-Sinfonietta musikalisch gestaltet wurde. Begleitet wurde das österreichisch-deutsche Ensemble von der Sopranistin Ani Yorentz sowie dem Tenor Paulo Paolillo vom Staatstheater Kassel, die als Solisten mit Stücken wie „Dein ist mein ganzes Herz“ und „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ die rund 600 Zuhörer begeisterten. Auch Gerhard Förster, Leiter der Musikschule, unterstützte als Violinist die Louis-Spohr-Sinfonietta, die mit Kompositionen von Strauss, Dostal und unter anderem Lehár Auszüge aus der Salonmusik Alt-Wiens präsentierte.

Als Vorsitzender des Trägervereins der Musikschule Vellmar hatte Rudolf Cerny zuvor die Gäste begrüßt - darunter zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Stadt Vellmar sowie der Gemeinden Fuldatal und Ahnatal. Cerny bedankte sich für die Unterstützung durch die zahlreichen Förderer, mit deren Hilfe unter anderem der für dieses Jahr geplante Umbau der Musikschule an der Adalbert-Stifter-Straße in Vellmar realisiert werden könne.

Das Bauprojekt werde voraussichtlich etwa 930 000 Euro kosten, so Cerny. Der Großteil der Summe werde mithilfe eines privaten Förderers finanziert. 150 000 Euro bekomme die Musikschule aus einem EU- Förderprogramm. Zudem unterstützten viele Spender aus der Region das Bauvorhaben. „Uns fehlen noch etwa 50 000 Euro, die wir hoffentlich bald in Form von weiteren Spenden zusammenbekommen“, sagte Cerny.

Von Sarah Rogge-Richter

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