Evangelische Singschule Kaufungen führt ein neues Musical im Stephanushaus auf

Salz ist wichtiger als Gold

Zum Wohl: Anne Baumann (jeweils von links), Jasmin Amthor, Rica Leinwather, Hagen Künnecke (König), Anna-Lena Schröder, Elena Pflüger und Tabea Eberl stoßen am Tisch sitzend an. Dahinter haben sich Annika Rogge, Oliver Adam, Amelie Hilbert, Anielka Meske, Amelie Nowara (vor ihr), Melanie Allert, Dana Heße, Sophia Barth und Evelina Rein bei den Proben aufgestellt. Fotos:  Wienecke

Kaufungen. Die Besucher des Königs leiden beim Tanzen derart unter Salzmangel, dass sie erschöpft zu Boden sinken. Dass sie dann im Liegen kichern, gehört zwar nicht zum Stück, sorgt aber zwischendurch für Entspannung bei den Proben. Am kommenden Samstag, 2. Juni, hat das Musical „Salz ist mehr als Gold“ ab 16 Uhr im Stephanushaus, dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Oberkaufungen, in der Schulstraße 22 Premiere.

Sänger ab vier Jahren

Die Bezirkskantoren, das Ehepaar Juliane Baumann-Kremzow und Martin Baumann, unterrichten derzeit 60 Schüler in mehreren Chören, die unter der Bezeichnung Evangelische Singschule Kaufungen zusammengefasst werden. 35 von ihnen, die jungen Sänger des Mäusechores, Spatzenchores und Kinderchores, führen das Musical gemeinsam auf. „Wir haben hier eine Altersspanne von vier bis elf Jahren“, sagt die musikalische Leiterin Juliane Baumann-Kremzow. Unterstützt werden die Kinder von Ulrike Wittwer an der Flöte, Fiona Dancy an der Oboe, Francine de Rham-Thomas am Cello und Martin Baumann am Klavier.

„Seit Februar proben wir“, berichtet Juliane Baumann-Kremzow, während die Regisseurin Claudia Barth Besenstiele mit Kamelköpfen diplomatisch unter den Teilnehmern der Karavane aufteilt. „Her mit dem Salz, sonst knallt’s“, heißt es im Anschluss im Lied von der bösen Räuberfalle. Denn plötzlich ist das vom König zunächst so gering geschätzte Gut wertvoll, sogar noch wertvoller als Gold, Perlen und Edelsteine. Klaus-Dieter Reuter führt als Erzähler durch das Stück. „Ich singe sonst in der Kantorei“, berichtet er.

Am Dienstag, 5. Juni, gibt es ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche in Helsa-Eschenstruth eine weitere Aufführung. Auch hier wird der König, der von Hagen Künnecke gespielt wird, lernen, dass sich Liebe nicht beweisen und bewerten lässt und dass vermeintlich Nebensächliches wie Salz von unschätzbaren Wert sein kann. Das Singspiel basiert auf einem slowakischen Märchen. Es wurde von dem Tübinger Komponisten Christian Schomers auf Wunsch der Bezirkskantoren eigens an die Kaufunger Bedürfnisse und den Einsatz der Instrumente angepasst.

Von Bettina Wienecke

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