Salzsilos sind gut gefüllt - Neue Lagerhalle in Espenau

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Gut gefüllte Halle: Die neue Salzhalle der Straßenmeisterei Espenau fasst 1500 Tonnen Salz. Mit einem Radlader wird der Lastwagen für den Winterdienst beladen. Die Lkw können etwa fünf Tonnen Salz und drei Tonnen Lauge laden, beim Streuen wird beides vermischt. Etwa fünf bis 30 Gramm Salz werden je nach Bedarf pro Quadratmeter gestreut.

Espenau / Vellmar. Bernd Schwedes kann dem Winter gelassen entgegensehen. Denn unter Salzmangel dürfte die unter seiner Leitung stehende Straßenmeisterei Espenau von Hessen Mobil nicht leiden.

Im Frühjahr wurde die neue Salzhalle fertiggestellt, und die ist gut gefüllt. Während in der alten Halle 450 Tonnen Salz gelagert werden konnten, fasst die neue 1500 Tonnen. Hinzu kommen 200 Tonnen in einem Silo. „Wenn wir einen normalen Winter bekommen, reicht die Menge aus. Wir können aber jederzeit nachordern“, erklärt Schwedes. Sechs Fahrzeuge sind im Winterdienst für die Straßenmeisterei Espenau im Einsatz, um die Bundes-, Land- und Kreisstraßen der Region von Schnee und Eis zu befreien - auf einer Strecke von 320 Kilometern.

Um die Einsätze zu planen, hat Schwedes das Wetter ständig im Blick - mithilfe einer direkten Verbindung zum Deutschen Wetterdienst. „Das ist unser Handwerkszeug, um den Winterdienst zu koordinieren“, erklärt er. Zuerst werden die wichtigsten Strecken geräumt, wie etwa die B7 von Kassel bis zur Landesgrenze bei Warburg. Von sechs bis 22 Uhr sollen die Straßen befahrbar sein.

Um das zum morgendlichen Berufsverkehr zu gewährleisten, rücken die Räumfahrzeuge bei Bedarf kurz nach zwei Uhr in der Nacht aus. Wenn nötig werden die Strecken mehrmals am Tag abgefahren.

Früh auf den Beinen

Auch die Winterdienst-Mitarbeiter des Vellmarer Bauhofes sind früh auf den Beinen. Sie sind für die Kommunalstraßen innerhalb der Stadt verantwortlich und räumen von vier bis 20 Uhr, auf den Busstrecken bis 24 Uhr. „Wir haben etwa 50 Kilometer Gemeindestraßen“, erklärt Günter Pleyer, Leiter des Bauhofes.

Gearbeitet wird nach einem differenzierten Winterdienst. Das heißt: Zuerst werden die Nahverkehrsstrecken geräumt, dann die Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen und besonderen Gefahrenlagen. Anliegerstraßen werden hingegen nicht regelmäßig geräumt, sondern nur, wenn sie nicht mehr befahrbar sind.

Im Einsatz sind in Vellmar drei Lkw sowie drei Traktoren für kleinere Flächen wie Gehwege. Mindestens sechs Mitarbeiter sind zudem mit dem Schneeschieber unterwegs und räumen von Hand, etwa an Fußgängerüberwegen, Bushaltestellen und auf städtischen Grundstücken.

Ebenso wie die Straßenmeisterei hat Vellmar genug Salz auf Lager. „Wir können 120 Tonnen Salz in Silos vorhalten und haben im vergangenen Jahr die alte Salzhalle reaktiviert. Dort haben wir 200 Tonnen Salz eingelagert“, sagt Pleyer. Da der vergangene Winter mild war, hat die Stadt noch ausreichend Vorräte.

Aber auch bei Nachbestellungen rechnet Pleyer nicht mit Problemen. Nachdem es 2009 und 2010 zu Lieferengpässen kam, haben andere Kommunen ebenfalls reagiert und die Lagerkapazitäten erweitert.

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