Stress beim Aufbau: Mineralien- und Fossilienbörse ins Bürgerhaus Vellmar-West verlegt

Sammler fanden den Weg

Experten: Börsenleiter Klaus Försterling (links) fachsimpelte mit Aussteller Andreas Knaisch über Mineralien.

Vellmar. Dass die Kulturhalle Niedervellmar wegen Sanierungsarbeiten aufgrund von Asbestbelastungen geschlossen ist, hatte auch für die Kasseler Mineralien- und Fossilienbörse in Vellmar Konsequenzen. Sie musste kurzfristig ins Bürgerhaus Vellmar-West verlegt werden, was für die Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie, Bezirksgruppe Kassel-Nordhessen, als Veranstalter des Sammlertreffens laut Börsenleiter Klaus Försterling erheblich mehr Aufwand bedeutete.

Und nicht nur das: Kurzzeitig habe die gesamte Börse auf der Kippe gestanden, die auch an diesem Sonntag wieder rund 1500 Besucher aus ganz Deutschland nach Vellmar locken sollte.

Zwei Aussteller sagten ab

„Am 18. Oktober teilte mir das Ordnungsamt der Stadt Kassel mit, dass unsere Börse nicht wie seit 21 Jahren üblich in der Kulturhalle Niedervellmar stattfinden könne. Das hat die gesamte Logistik umgeworfen“, sagte Försterling. Schließlich habe er ein Jahr lang alle Vorbereitungen auf die Kulturhalle abgestimmt: Der 72-Jährige ließ 220 Plakate sowie 600 Handzettel drucken und in verschiedenen Bundesländern verteilen, lud die 30 Aussteller aus ganz Deutschland ein und warb in zahlreichen Medien für die Börse in der Kulturhalle. Die Veranstaltung abzusagen, wäre für Försterling einer Katastrophe gleichgekommen.

„Als uns die Stadt das Bürgerhaus anbot, sagten wir nach kurzer Überlegung zu, obwohl wir dafür Kompromisse eingehen mussten“, so Försterling. Denn die 350 Quadratmeter große Ausstellungsfläche ist etwa 70 Quadratmeter kleiner als die der Kulturhalle, was bedeutete, dass einige Aussteller ihre Stände verkürzen mussten. Zudem konnten die Aussteller nicht wie gewohnt bereits am Samstagnachmittag ihre Stände aufbauen, sondern erst am Sonntagmorgen und somit kurz bevor die Besucher ab 10 Uhr in den Saal strömten. „Da das Bürgerhaus am Samstag noch von einer anderen Veranstaltung belegt war, konnten wir erst heute Morgen gegen 6 Uhr die Räumlichkeiten betreten. Zwei Aussteller, die eine lange Anfahrt gehabt hätten, haben uns in diesem Jahr deshalb leider abgesagt“, bedauerte Försterling.

Da der neue Veranstaltungsort noch rasch auf Plakaten und in den Medien verkündet wurde, hätten die meisten Besucher den Weg ins Bürgerhaus dennoch gefunden, freute sich Försterling.

Hier gingen die Freunde von Mineralien, Fossilien und Edelsteinen auf Zeitreise in die Vergangenheit. Suchten zwischen Amethysten, Opalen und Tigeraugen nach Schätzen, begutachteten Fossilien, erkundigten sich nach dem passenden Geozubehör und ließen sich von den glitzernden Kostbarkeiten aus dem Inneren der Erde verzaubern.

Von Sarah Rogge-Richter

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