Gemeinde Ahnatal hat Straßen und Fahrbahnbereiche erneuert, auch um größeren Schäden vorzubeugen

Sanieren bevor der Winter kommt

Reparatur: Viktor Gross (von links), Patrick Bannier und Jakob Jeckel von der Firma Wagner aus Hofgeismar bessern mit heißem Asphalt aus einem Thermo-Container eine schadhafte Stelle in der Straße Am Bühl aus. Fotos: Schräer

Ahnatal. Viele Straßen der Gemeinde Ahnatal sind in die Jahre gekommen und müssen erneuert werden. „Am besten ist, Straßen komplett zu sanieren“, sagt Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU). Also in einem Rutsch Ver- und Entsorgungsleitungen auszutauschen, um danach Fahrbahn und Bürgersteige neu zu bauen. Für den großen Wurf aber fehlt oft das Geld.

So hatte es der Bürgermeister schon als kleinen Erfolg verbucht, trotz Fehlbedarf in den Haushalt 2014 die Mittel für Straßenunterhalt von 75 000 auf 100 000 Euro erhöhen zu können. „Wir müssen sehen, dass wir Zug um Zug weiterkommen.“ Und dies bedeute eben auch „kleinere Sanierungen vorzunehmen, um größere Schäden zu verhindern“, betont Aufenanger.

Zu letzteren gehörten zum Beispiel die Arbeiten an der Straße „Am Bühl“. Nahe der Einmündung zur Dörnbergstraße waren Teile der Fahrbahn abgesenkt. „Kein Wunder nach Jahrzehnten auch mit Busverkehr“, meint Gunter Wagner, Geschäftsführer der Baufirma Gebrüder Wagner aus Hofgeismar. Deren Mitarbeiter hatten auf insgesamt 100 Quadratmetern den vorhandenen Asphalt herausgeschnitten und durch neuen ersetzt.

Gleiches habe man im Bereich der Straße „Am Kammerberg“ / Ecke „Im Kreuzfeld“ auf 230 Quadratmetern und in der Fürstenwalder Straße (380 Quadratmeter) gemacht, sagt der Firmenchef. Hinzu kamen im gesamten Gemeindegebiet verschiedene Kleinflächen, in der Summe noch einmal 300 Quadratmeter, schätzt Wagner.

Auf der Agenda stehen auch noch die Straßen „Am Eichhölzchen“, „An der Ahna“ und der Henschelweg, sagt der Bürgermeister. Wichtig sei wie bei den anderen Sanierungsarbeiten, dass sie noch vor dem Winter erledigt werden, der ansonsten die Straßenschäden vergrößere.

Dies hänge vom Wetter ab, meint Fachmann Wagner. Wobei die Kälte bei zu reparierenden kleineren Flächen nicht so problematisch sei. „Denn wir arbeiten mit Thermo-Container, in dem der Asphalt während des Transports auf Einbautemperatur von 160 bis 180 Grad Celsius gehalten wird“, sagt Wagner.

Die größeren Arbeiten sind bereits abgeschlossen. So zum Beispiel der Neubau des Gehrenwegs auf einer Länge von 50 Metern. Dort und auf weiteren 50 Metern in der Hauptstraße wurde die Wasserleitung erneuert. Im Gehrenweg außerdem das fehlende Stück Bürgersteig an der Westseite erstellt und dort auch der Hang mit einer Gabionenwand abgesichert.

Auch am Sport- und Freizeitzentrum wurde der Endausbau des 120 Meter langen Straßenstücks vom Parkplatz zum Deltha Fitness Club einschließlich Gehweg und Asphaltfeinschicht erstellt. Auch die Straße zum Campingplatz am Bühl sowie die Fahrbahn der Steingalle zwischen Oberstraße und „Unter den Höfen“ wurden erneuert.

Hintergrund

Straßenbau und Straßenunterhalt

In den Straßenbau hat die Gemeinde Ahnatal in den zurückliegenden Wochen kräftig investiert:

• Sanierung Teilstück Gehrenweg: 175 000 Euro;

• Endausbau Straßenstück am Sport- und Freizeitzentrum: 80 000 Euro;

• Sanierung Straße zum Campingplatz: 60 000 Euro;

• Sanierung Steingalle: 40 000 Euro;

• Fußweg im Gewerbegebiet Weimar:10 000 Euro;

Arbeiten an Teilstücken wie in der Straße Am Bühl gehören zum Straßenunterhalt, für den in diesem Jahr 75 000 Euro bereitstanden. (mic)

Von Michael Schräer

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