Neuer Förderkreis will Geld für Kirche in Niedervellmar sammeln –Benefizveranstaltungen geplant

Sanierung der Heizung am wichtigsten

Aus der Taufe gehoben: Horst Schönewolf, Pfarrerin Maike Westhelle und Antje Dietz (von links) vom neuen Förderkreis würden sich über neue Mitglieder freuen. Foto: Rogge-Richter

Vellmar. Weil die Heizung der Adventskirche in Niedervellmar dringend modernisiert werden muss, rücken Mitglieder und Freunde der evangelischen Kirchengemeinde enger zusammen - nicht vor Kälte, sondern im übertragenen Sinne. Um Projekte rund um die Sanierung der Kirche (Baujahr 1959) und des Kirchsaals (1952), kulturelle Veranstaltungen sowie die Arbeit mit Kindern in der Gemeinde finanziell zu unterstützen, haben engagierte Gemeindemitglieder den Förderkreis Kirche Niedervellmar ins Leben gerufen.

Zur Gründungsversammlung des Förderkreises im Gemeindehaus an der Obervellmarschen Straße waren laut Pfarrerin Maike Westhelle 22 Interessierte im Alter von 14 bis 74 Jahren aus Vellmar und Umgebung zusammengekommen, um gemeinsam über die Ziele und weiteren Aktivitäten des Kreises zu diskutieren, der eng mit dem Kirchenvorstand zusammenarbeitet.

„Oberstes Ziel des Förderkreises, das wir auch in unserer Satzung verankert haben, ist die finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde“, erläuterte Westhelle. Da die Zuweisungen, die Einnahmen aus Kirchensteuer und Kollektenaufkommen unter anderem durch den demografischen Wandel stetig weniger würden, sei es notwendig, selbst aktiv zu werden. „Das wichtigste Projekt, das derzeit ansteht, ist die Erneuerung des Heizungssystems. Um diese mitzufinanzieren, organisieren wir einige Benefizveranstaltungen“, erläuterte Horst Schönewolf, Vorsitzender des Kirchenvorstands und Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Förderkreises. „Wenn wir mit der neuen Anlage die Kirche gleichmäßig und kosteneffizient beheizen können, können wir auch weitere kulturelle Veranstaltungen planen, die dann den einen oder anderen Euro abwerfen - ohne dass wir anschließend auf den Heizkosten sitzen bleiben“, ergänzte Westhelle.

Etwa 60 000 Euro soll die Sanierung der Heizungsanlage kosten, die noch vor der nächsten Heizperiode im Herbst geplant ist. Rund 50 000 Euro übernimmt der Kirchenkreis, den Rest von etwa 10 000 Euro muss die Kirchengemeinde als Bauherr tragen. Circa 3700 Euro hat die Gemeinde bereits gesammelt - es fehlen also noch etwa 6300 Euro, zu denen der Förderkreis nun beitragen will. „Wir haben bereits Flugblätter und Plakate drucken lassen, mit denen wir neue Mitglieder werben wollen“, sagte Antje Dietz, Sprecherin des Förderkreises, die mit ihrer Stellvertreterin Rena Brede sowie einem Juristen des Landeskirchenamts die Satzung des Förderkreises erarbeitet hat.

Von Sarah Rogge-Richter

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