Das Merten-Jäger-Haus in Helsa wird nach Brand jetzt wieder instand gesetzt

Sanierung kommt voran

Baustelle an der Berliner Straße: Das Merten-Jäger-Haus in Helsa gilt nicht mehr als baufällig, muss aber weiter saniert werden. Wie es künftig genutzt werden soll, ist noch offen. Fotos: Ketteritzsch

Helsa. Im vergangenen Jahr hatte es so ausgesehen, als müsste das Merten-Jäger-Haus in Helsa abgerissen werden. Das historische Fachwerkgebäude im Ortszentrum an der Berliner Straße war nach einer Brandstiftung schwer beschädigt und drohte einzustürzen. Doch nun schreitet die Instandsetzung voran.

„Die Bauaufsicht hat festgestellt, dass von dem Haus keine Einsturzgefährdung mehr ausgeht“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn auf Nachfrage. Zudem habe das Landesamt für Denkmalpflege 45 000 Euro bewilligt, um die Renovierung finanziell zu unterstützen. Allerdings beträgt der Sanierungsaufwand gut 400 000 Euro, wie Eigentümer Franz Ullwer mitteilte.

Unmittelbar nach dem Brand sei es darum gegangen, das Haus zu stabilisieren, sagt der Helsaer Architekt Karl-Ludwig Gschwendtner, der die Arbeiten am Haus betreut. Jetzt geht es darum, den Bau vor Witterungseinflüssen zu schützen. Zurzeit wird der Dachstuhl instand gesetzt: „Im Moment ist das Haus nach oben offen“, sagt Gschwendtner.

Anschließend sollen das Dach mit Ziegeln gedeckt und Klempnerarbeiten erledigt werden. „Wenn noch Geld da ist, werden wir daraufhin die zerstörten Fenster erneuern“, sagt der Architekt. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar. Auch Eigentümer Franz Ullwer möchte dazu momentan nichts sagen.

Bei der Gemeindeverwaltung Helsa freut man sich, dass das Merten-Jäger-Haus nicht abgerissen wurde. „Wir sind froh, dass das historische Gebäude erhalten bleibt, es gehört einfach hier ins Ortsbild“, sagt Helsas erste Beigeordnete Ute Wolfram-Liese (SPD). Wie allerdings das Gebäude künftig genutzt werden soll, das ist noch offen.

Von Irene Habich

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